16th lightGIANTS Friday night shoot. “Looners”
Ich habe im Internet einige Studiobilder mit Ballons gesehen, aber beim Betrachten hatte ich den Eindruck, dass nur die halbe Arbeit gemacht wurde und man viel mehr Platz mit Ballons füllen müsste. Letztes Jahr habe ich auf einer Hochzeit fotografiert und einer der Gäste hatte einen riesigen Haufen Ballons dabei und einige Kinder hatten sich in den Ballons versteckt und hin und wieder sah man dazwischen eine kleine Hand oder einen Kopf herausschauen. Ich dachte dann nur noch ….. "Das muss ich unbedingt im Studio machen!". Also haben wir 400 schwarze und weiße Ballons aufgeblasen und angefangen zu shooten.
Das Lichtkonzept war so angelegt, dass die Schatten und Kontraste alle Objekte im Bild voneinander trennen. Wenn man viele Objekte mit gleicher Farbe in einem Bild hat, muss man den Lichteinfall so kontrollieren, dass Schatten an den Stellen entstehen wo man sie auch benötigt. Was ich nicht bedacht habe, war die extreme elektrostatische Aufladung, die ein Haarchaos verursachte. Nächste mal werde ich etwas besser vorbereitet sein.
Wir haben nur zwei unterschiedliche Licht Set-Ups verwendet, die aber nicht unterschiedlicher hätten sein können. Beim ersten Set-Up hatten wir eine große Octobox direkt über den Models mit Blick nach unten, wodurch die Ballons wie kleine Reflektoren als Fülllicht gewirkt haben. Das zweite Set-Up bestand aus je einem horizontal angeordneten Striplight rechts und links auf Augenhöhe der Models.
Und zuletzt natürlich das weltberühmte Making Of Video
Black and White Photography (Teil 1)
Damals in den 80ern galt schwarz-weiß oft als altmodisch und uninteressant. Die meisten Fotolabore konnten den schwarz-weiß Film nicht richtig entwickeln und sandten diesen woanders hin. Es entstand der Herrschaftsbereich derer, die eine eigene Dunkelkammer hatten (ahhhh... die guten alten Tage).
Seit der digitalen Revolution hat schwarz-weiß wieder einen Aufschwung erlebt. Eigentlich ist es eine Fehlbezeichnung, weil das Bild nicht nur aus schwarzen und weißen Pixeln besteht, sondern auch aus verschiedenen grauen Schattierungen. Aber wieso sollte ich jetzt was anderes sagen, ich bleib dabei es Schwarz-Weiß zu nennen (als Abkürzung S/W) oder monoton.
Entzieht man dem Bild die Farbe, konzentriert man den Blick des Betrachters auf die Form und die Komposition. Man hebt Qualitäten des Fotos wie Gestaltung und Struktur hervor. Obwohl die meisten Kameras einen schwarz-weiß Modus haben, ist es immer besser in Farbe zu fotografieren und es später in monochrom zu konvertieren. Man hat mehr Kontrolle über den Konvertierungs-Prozess und die Möglichkeit auf die Farbversion zurückzugreifen, falls einem das schwarz-weiß Bild nicht gefällt.
Die Fähigkeiten welche man benötigt um gute schwarz-weiß Bilder zu machen sind im Gegensatz zu Farbbildern ziemlich unterschiedlich, da es oft die Farbe ist, welche einem ins Auge fällt, wohingegen man bei schwarz-weiß verschiedene Helligkeitsstufen hat. Die Fähigkeit welche man also erlernen muss, ist in schwarz-weiß zu sehen.
Konvertieren in Schwarz-Weiß
Es gibt viele verschiedene Arten dein Farbbild in ein Monochrom umzuwandeln. Diese sind:
- Graustufen
- Entsättigen
- Der Kanalmixer (Photoshop)
- Lab Modus/Lab Farbe (Photoshop)
- Bildhelligkeits Abmischung (Luminosity Blending - Photoshop)
Es gibt viele Möglichkeiten, je nachdem welche Software du benutzt. Ich persönlich (Scott) habe nicht viel Erfahrung mit dem Lab Modus und der Bildhelligkeits Abmischung.
Graustufen
Dies ist der einfachste Weg ein Farbbild in schwarz-weiß umzuwandeln. Es ist wahrscheinlich das, was die Kamera im schwarz-weiß Modus gemacht hätte. Oft wird diese Methode abgetan weil sie so einfach ist. Dennoch denke ich, wenn du gerade erst angefangen hast monoton zu fotografieren, solltest du es ausprobieren - du kannst es immer wieder rückgängig machen, wenn dir das Ergebnis nicht gefällt.
Achtung: Diese Option kann das Bild automatisch in einen einzigen Farbkanal reduzieren. Viele Bildbearbeitungsfilter und Effekte benötigen aber ein drei Kanal Bild um zu funktionieren. Es kann also sein, dass du es wieder in den RGB Modus umwandeln musst (obwohl es grau bleibt, da die Farben ja entfernt wurden).
Entsättigen
Eine andere einfach Methode, welche allerdings ein ganz anderes montones Bild herstellt als das der Graustufen Option. Manchmal kann es besser aussehen. Außerdem hat es den Vorteil das Bild im RGB Frabraum zu belassen, und du kannst die verschiedenen Effekte und Filter problemlos anwenden.
Der Kanalmixer
Der Kanalmixer ist möglicherweise eine der meist genutzen Konvertierungsmethoden. Der Chip in deiner Kamera ist ein Farbempfindungsbauteil welches primär drei Farben wahrnimmt die vom Sensor kommen. Ein schwarz-weiß Bild beinhaltet nur Information eines Farbkanals, also muss eine "Abwägung" stattfinden (z.B. wieviel Rot, Grün oder Blau muss benutzt werden um diesen Grauton zu erhalten).
Bei der Geburtsstunde der Fotografie, als schwarz-weiß die einzige Option war, benutzten die Fotografen gefärbte Filter (vor dem Objektiv) um eine Farbe mehr hervorzuheben oder zu reduzieren (ein roter Filter an einem blauen, wolkigen Himmel würde den Kontrast in diesem Bereich bei einem schwarz-weiß Bild herausheben). Was passiert? Der rote Filter erlaubt den roten Farben durchzudringen und blockiert alle anderen Farben. Farben welche blockiert werden erscheinen dunkler. In diesem Fall wird blau blockiert, welches fast das komplette Gegenteil des roten Spektrums ist, und wird somit sehr dunkel.
Mit dem Kanalmixer hast du also mehr Kontrolle über den Konvertierungsprozess, weil dieser ein klein wenig wie diese Filter arbeitet.
Je nach Software wirst du mindestens drei Schieberegler sehen die mit Rot, Grün und Blau gekennzeichnet sind. Es gibt höchstwahrscheinlich auch ein Kästchen, welches durch Monochrom oder Schwarz-Weiß gekennzeichnet ist. Du musst dieses Kästchen auswählen, wenn du ein Graustufen Bild haben möchtest.
Der Wert der Farben sollte insgesamt 100% ergeben, wenn die Helligkeit des bearbeiteten Bildes dieselbe wie das des Originals haben soll.
Stellst du Rot auf 100% Grün und Blau auf 0% ein, werden die zuvor roten Stellen im Bild heller. Willst du die Lichtstärke des menschlichen Auges nachahmen, solltest du die Werte auf ungefähr 30% (Rot), 59% (Grün) und 11% (Blau) einstellen.
Farbton/Sättigungsebene
Diese Methode ist ein sehr flexibler Weg um dein Bild in schwarz-weiß zu konvertieren, weil es dein originales Farbbild (auf der Hintergrundebene) beibehält, während du an dem Bild arbeiten kannst. Es erfordert jedoch etwas mehr Kenntnis deiner jeweiligen Software. Der Effekt ähnelt dem der Entsättigung, bietet dir jedoch dieselbe Kontrolle über das Bild wie bei dem Kanalmixer. Benutzt du zwei Farbton/Sättigungsebenen, hast du noch mehr Kontrolle über dein Bild.
Probiere es selbst aus...
- Erstelle zwei Farbton/Sättigungsebenen
- Stelle die Füllmethode der oberen Ebene auf "Farbe" und die Sättigung auf -100
- Nun kannst du den Farbtonregler der unteren Ebene so abgleichen, das er dir den Farbfilter zeigt, welchen du erzielen willst. Ändere den Sättigungsregler in dieser Ebene um den Umfang desselbigen Farbfilters zu kontrollieren. Es lohnt sich diese Einstellungen auszuprobieren um verschiedene Effekte zu testen.
Lab Modus/Lab Farbe
Der Lab Modus ist eine von vielen Farbbereichen in Photoshop (und anderen Programmen). Dieser Modus kann dir eine größtmögliche Palette an vorhandenen Farben in einem Bild anzeigen. Wie der RGB Modus ist es ein Drei-Kanal Modus. Wo jedoch der RGB Modus die drei Grundfarben benutzt, setzt der Lab Modus einen Helligkeits Kanal und zwei Farbkanäle ein. Konvertierst du also ein Bild im Lab Modus und klickst dann auf den Helligkeitskanal im Menü "Kanal", siehst du ein schwarz-weiß Bild. Um die anderen beiden Kanäle zu löschen, stelle den Modus auf Graustufen, und die Farbinformation deines Bildes ist gelöscht. Obwohl die Lab Farbe auf die menschliche Farbempfindung abgestimmt ist, erscheinen schwarz-weiß Bilder, die durch diese Methode hergestellt wurden, oft zu hell oder zu dunkel. Es gibt eine Technik genannt Bildhelligkeitsabmischung (Luminosity Blending) welche dies jedoch korrigieren kann.
Bildhelligkeitsabmischung - Luminosity Blending
Dies ist eine eher komplexe Methode um ein Farbbild in schwarz-weiß zu konvertieren. Hierzu wird das Bild auf eine Ebene über eine weiße Ebene gebracht. Anschließend wird die Füllmethode von "Normal" auf "Luminanz" gestellt (Luminance in Paint Shop Pro).
Hier eine Schritt für Schritt Erklärung für Photoshop Benutzer:
- Befördere dein Bild auf die Hintergrundebene und auf eine normale Ebene, indem du den Dateinamen des Fotos änderst oder auf "Hintergrund" im Menü "Ebene" doppelklickst.
- Füge eine weiße Ebene neben der Bildebene ein (jede andere Farbe außer weiß, grau oder schwarz gibt dem Bild einen jeweiligen Farbstich)
- Stelle die Füllmethode des Bildes auf Luminanz.




































