17th lightGIANTS Friday night shoot. 30.03.2012 “Creative Minimalism”
Die Idee zu diesem Shooting basierte auf einigen Videos die ich auf Youtube und DVDs in den letzten paar Jahren gesehen habe. In allen ging es darum mit einem Minimum an Ausrüstung das best mögliche Resultat zu erzielen. Da einige der letzten Shootings ziemlich komplizierte Licht Set-Ups hatten, dachte ich es es wäre großartig dieses Mal nur einen Bowens Blitz und ein oder 2 Reflektoren zu verwenden.Während ich die Lichtquellen einschränkte wollte ich die Blitzaufsätze nicht einschränken, wodurch wir sehr unterschiedliche Looks erzeugen konnten, wie z.B. hartes Licht kontra weiches Licht, direktes Licht kontra indirektes Licht oder große Lichtquelle kontra kleine Lichtquelle.
Es war eine lange Nacht ... mit 4 Models und 5 Set-Ups dauerte das Shooting 6,5 Stunden. Vielen Dank an alle für ihren großartigen Einsatz. Wir starteten mit einer großen Octabox hinter dem Model und zwei Reflektoren im Vordergrund zwischen denen wir hindurch fotografiert haben. Das erzeugt ein starkes Gegenlicht und die Reflektoren reflektieren genug Licht auf das Gesicht des Models, dass von dem Model mehr wie nur eine Silhouette zu sehen ist. Dieses Set-Up erzeugt großartige Ergebnisse, aber man sollte immer das Abstandgesetzt im Hinterkopf behalten. Die nächsten Set-Ups waren eine Mischung aus einer Softbox und ein oder zwei Reflektoren. Beim letzte Set-Up hatten wir einen großen parabolischen Reflektor gegenüber von einem Sofa aufgebaut.
Ganz bewusst habe ich bei jedem Set-Up eine andere Schärfentiefe eingesetzt, wodurch jedes Lichtset-Up einen ganz anderes Gefühl erzeugt hat. Um noch mehr Abwechslung zu bekommen haben wir unterschiedliche Posen fotografiert: Kopf und Schultern, 2/3 Körper, Ganzkörper und im Sitzen. Alle hatten einen tollen Abend, was mich sehr Glücklich gemacht hat, da ich viel Zeit und Arbeit in die Organisation der Friday Night Shootings investiere. Ich hatte noch 5 oder 6 weitere Set-Ups im Kopf, so dass es vielleicht ein "Creative Minimalism 2.0" im Laufe des Jahres geben wird.
Leider war unser Haus-Film-Team (2dudes) beschäftigt
Dankenswerterweise haben Markus und Thorsten ein wenig gefilmt und 2dudes können vielleicht einen Film daraus machen
10th lightGIANTS Friday night shoot. “Glamours/GQ style”
Dieses mal drehte sich bei unserem Freitag Abend Shooting alles um das Thema Modezeitschriften wie z.B. GQ. Um dies zu erreichen hatten wir zwei Models "Sandra" und "Lars"(manche von euch erkennen Sandra vielleicht vom Rocker Girl Shooting).Generell tendiert man bei Herrenmode ein eher hartes Licht zu wählen als bei Frauen. Wir begrenzten unsere Lichtquellen auf zwei Beauty Dishes, große parabelförmige Schirme und einen Ring Blitz.
Beim Shoting fiel mir schnell auf, dass der 2m Schirm (welchen wir als Füllbeleuchtung benutzten) viel zu viel Licht abgab, obwohl wir ihn auf die niedrigste Stufe stellten.Mein Fehler war, dass der silberne Schirm so groß war und so nah am Subjekt, dass er als Reflektor der Hauptlichtquelle agierte. Das Problem wurde jedoch durch Änderung der Position gelöst.
Für ein paar Bilder nur mit Lars benutzten wir nur einen Beautydish mit Wabenfilter. Das harte Licht wirkte sehr gut auf seinen Wangenknochen und dem Kinn. Vielleicht hätten wir die Haare beleuchten sollen um sie etwas vom Gesicht abzuheben. Ab zu dem Zeitpunkt waren wir zufrieden mit dem Ergebnis.
Und es ist fertig.... das weltberühmte "Making Of" Video.
9th lightGIANTS Friday night shoot. “Birds of Paradise”
Und wieder einmal hat Lisa Futterer (http://www.hairart-lisa.de/) uns im Studio besucht und etwas von ihrer Makeup Magie gezeigt. Das Thema diesmal "The Birds of Paradise". Diesmal drehte sich das Licht um schnelle und einfache Lichtsetups um schnell einen komplett anderen Bildlook zu bekommen (Wie immer, am Ende des Workshops etwas Zeit um mit dem Licht zu spielen).Wir starteten mit einem Setup und änderten Schritt für Schritt das Hintergrundlicht um verschiedene Looks zu erreichen.
Die Idee war es, das Keylight und einen Reflektor gleich zu lassen und nur das Hintergrundlicht zu verändern.
- Wir starteten mit 2 Blitzen direkt auf den Hintergrund um den grauen Hintergrund fast weiß zu belichten.
- Später drehten wir die Blitze zu den Models. Das hatte zur Folge das der Hintergrund fast schwarz wirkte und erzeugte ein Streiflicht an den Models.
- Anschließend fügte ich ein vierten Blitz mit Barndoors und Farbfolien hinter den Models hinzu um so die Hintergrundfarbe zu kontrollieren.
- Gegen Ende tauschten wir den grauen Hintergrund gegen verschiedene Vorhänge aus.
Durch die Benutzung dieser einfachen Schritte kreierten wir in kürzester Zeit 4 verschiedene Looks.
Dies ist eine einfache und schnelle Lösung um verscheidene Looks zu bekommen wenn ihr unter Zeitdruck steht...
und anschließend das weltbekannte Making Of Video
Danke an Daniel Neu!
Models sind auch Menschen!
Bei unseren Fotoshootings sind die meisten unserer Models ganz normale Leute, die selbstverständlich nicht über die Erfahrung eines Topmodels verfügen, daß Tausende von Dollars am Tag verdient. Genau aus diesem Grund ist das richtige Zusammenspiel mit einem Model sehr wichtig. Der Schlüssel zu einem gut geschossenen Foto liegt somit darin, es aussehen zu lassen, als wäre es nicht gestellt.
Dies zu erzielen, liegt natürlich hauptsächlich in den Händen des Models, das fähig ist im richtigen Moment die richtige Pose und Mimik abzurufen. Aber auch von Seiten des Fotografen gibt es einige Techniken, die dazu beitragen, daß das Foto nicht gestellt wirkt. Indem man sich diese Techniken zu Eigen macht, kann man das Model zu einer natürlichen Pose und Mimik verhelfen.
Zusammenspiel mit dem Model
- Der Fotograf muss den richtigen Umgang mit einem Model erst einmal erlernen. Es gibt nichts, was ein Fotoshooting mehr ruinieren kann, als ein Fotograf und ein Model, die sich nicht verstehen und interagieren können. Unterhalte Dich daher im Vorfeld mit Deinem Model und gib ihm zu verstehen, auf was es im Fotoshooting ankommt. Schon mit ein wenig Smalltalk kann man erzielen, dass sich das Model in der Studioatmosphäre wohler fühlt.
Planung und Wahl der Beleuchtung
- Mach Dir im Vorfeld Gedanken über verschiedene Einsatzmöglichkeiten von Lichtquellen. Während professionelle Models es gewohnt sind in allen Umgebungen zu posen, kann ein unerfahrenes Model durch harte und zu direkte Lichtquellen irritiert werden. Außerdem kann ein Fotoshooting durch zu starkes und warmes Licht schnell unerträglich und das Model dadurch nachlässig in seinen Posen werden. Eine gute Planung von Seiten des Fotografen im Vorfeld, ist hilfreich, um die Zeit in solchen unangenehmen Situationen zu verkürzen. Je besser sich der Fotograf vorbereitet, umso schneller kommt er zu den gewünschten Bildern, was wiederum für das Model eine kürzere Zeit im warmen Studiolicht bedeutet.
Set und weiterer Aufbau
- Wenn möglich passe das Set an Dein Model an. Sofern kein bestimmter Hintergrund, Requisite oder Kleidung für ein Fotoshooting gewünscht ist , sollte sich der Fotograf bei der Wahl der Kleider und der Requisiten mit dem Model absprechen, damit sich das Model darin wohl fühlt. Wenn man in unangenehmen Locations shooten muss, dann vergewissere Dich, daß du Dein Model konstant ermutigst, daß es durch hält bis du das richtige Bild hast. Wenn notwendig mache lieber mehrere Pausen, v.a. wenn man in einer kalten, nassen Umgebung fotografiert oder unter besonders schwierigen Umständen.
Freunde und Familie
- Stell Dir vor, daß von Dir erwartet wird, alleine vor Leuten die Du nicht kennst zu modeln. Dies fällt nicht jedem leicht, daher wird sich ein unerfahrenes Model wahrscheinlich wohler fühlen, wenn es von dem besten Freund/Freundin oder einem Familienmitglied begleitet wird. Allerdings kann dies auch kontraproduktiv sein, z.B. kann ein überbeschützender Partner ziemlich eifersüchtig werden, wenn das Model dem Fotografen heiße Blicke zuwirft. Ich empfehle daher immer den besten Freund/Freundin oder ein Geschwisterteil mitzubringen, da diese das Model besonders gut kennen und auch ein paar Tipps für das Model haben, wie es sich richtig in Szene setzen kann.
Grenzen und persönlicher Kontakt
- Man weiß ja nie was alles passieren kann. Aus diesem Grund solltest du Dich absichern und die ganze Zeit während des Fotoshootings eine körperliche Distanz zum Model halten. Fotografiere nie ohne einen Modelvertrag. Vermeide jeden körperlichen Kontakt mit dem Model, der irritierend sein könnte. Bitte immer Deinen Assistenten oder die Begleitung des Models um Hilfe, wenn es z.B. darum geht „die Haare aus dem Gesicht zu streichen“, „das Kleid zurecht zu rücken“, „die BH-Träger zu verstecken“ etc.. Bei minderjährigen Models ist es verpflichtend, daß entweder die Eltern oder Erziehungsberechtigten beim Fotoshooting anwesend sind.
Verträge und gegenseitiger Respekt
- Schließe immer einen Modelvertrag ab. Kein Vertrag – kein Fotoshooting. Der Vertrag dient dazu sowohl das Model als auch den Fotografen vor jedmöglichen Missverständnissen zu schützen. Der Vertrag sollte folgende Punkte abdecken: die Art des Fotoshootings, den Ort, die Bezahlung, wer über die Bildrechte verfügt, wie und wo diese veröffentlicht werden (Web, Print etc.), ob das Model mit Namen genannt werden möchte oder unter einen Pseudonym, und so weiter. Es kann sein, daß Du das Bild Deines Lebens geschossen hast - wenn das Model es aber nicht mag und es nicht veröffentlicht haben möchte, sollte man dies respektieren (so hart und unlogisch einem dies als Fotografen auch manchmal erscheinen mag).
Abschließend noch ein paar Fakten, die man im Hinterkopf behalten sollte. Es gibt grundsätzlich 3 Verhaltensarten einer Person, sobald die Kamera auf sie gerichtet ist. Diese Erkenntnis bezieht sich nicht aus irgendeiner hochoffiziellen Studie, sondern entspricht dem was ich in meiner langjährigen Erfahrung als Fotograf an Menschenkenntnis gesammelt habe und sollte daher nicht so streng genommen werden:
1. Der Exhibitionist: Dieser Typus Model steht gerne im Mittelpunkt aller Personen um ihn herum. Insofern besteht keine Schwierigkeit darin, ihn zum posen und agieren zu animieren, allerdings kann dem Fotografen einiges dabei abverlangt werden. Häufig lässt sich so jemand gerne von außen ablenken, verfügt aber auch über eine gute Auffassungsgabe um Vorschläge von anderen umzusetzen und ist häufig zu „fast“ allem bereit. In diesem Fall sind Kommentare des Fotografen wie „Ah, das ist so sexy…“ und „Zeig mir mehr, gib mir mehr…“ willkommen, allerdings sollte man es als Fotograf auch nicht übertreiben, sondern immer noch etwas Spielraum für mehr Action lassen. Manchmal besteht die größte Schwierigkeit darin, das Model am Ausziehen zu hindern.
2. Der Introvertierte: Nicht selten steht diese Typus Model einfach nur da wie ein erschrecktes Reh im Scheinwerferlicht eines Autos. Allerdings wäre man überrascht zu beobachten, wie viele Personen tatsächlich zum „Reh im Scheinwerferlicht“ werden, sobald der Fokus auf sie gerichtet ist. Bei diesen Models hilft sogar nicht mal die Holzhammermethode, um sie aus der Reserve zu locken. Aus diesen Grund sorgen wir dafür, daß unser Studio-Kühlschrank vor jedem Fotoshooting mit Bier aufgefüllt wird – nicht für das Model, aber für unsere Nerven.
3. Der Ambitionierte: Er/sie fängt schüchtern an zu posieren und scheint im ersten Moment eher zurückhaltend, aber mit genügend Ermutigungen wird er/sie aus sich heraus gehen. Der Ambitionierte ist in Wirklichkeit vielleicht sogar ein Introvertierter in dem sich das Wesen eines Exhibitionisten versteckt. Ein Fotoshooting mit diesem Typus Model lohnt sich für einen Fotografen am meisten, da man die ganze Zeit über eine große Auswahl toller Fotos erzielt.










































































