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17Jan/122

Review: Gemini 200 und 400

Als wir uns anfangs ein Blitzsystem für das Studio suchten, diskutierten wir die folgenden Punkte:

  • Was wollen wir?
  • Was brauchen wir?
  • Wie viel Geld können wir ausgeben?
  • Welche Erfahrungen hatten wir schon mit unterschiedlichen Systemen in anderen Studios?
  • Welche Lichtformer stehen zur Verfügung und welche wollen wir zukünftig nutzen?

Wir alle waren zuvor schon in verschiedenen Mietstudios, die mit vielen unterschiedlichen Marken ausgestattet waren. Wir hatten dadurch alle eine genaue Vorstellung in welche Richtung wir gehen wollten. Keiner von uns wollte billige "No Name"- oder "Made In China"-Systeme aus Qualitätsgründen und Problemen mit dem Weißabgleich. Es war auch klar, dass die meisten Billig-Systeme mit einem Bowens kompatiblen Bajonett hergestellt werden (wir hatten bereits verschiedene Lichtformer mit einem Bowens Bajonett). Obwohl "Alien Bees" zuerst ganz oben auf unserer Liste stand, entschieden wir uns gegen diese, wegen der geringen Verfügbarkeit, Energieproblemen und der Verfügbarkeit an Lichtformern (zu der Zeit in der EU). Es war schnell klar, für welche Marke wir uns entscheiden würden, da es nur ein paar wenige, qualitativ hochwertige Hersteller gab, die es in unsere Auswahl schafften. Aber nur einer bot gute Qualität zu einem guten Preis an.

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Bowen 400/400 twin-head starter flash kit

Das Bowens 400/400 twin-head starter flash kit wird mit demselben hohen Standard hergestellt wie das professionelle Equipment von Bowens. Es bietet eine robust hergestellte Qualität, ist für einfache Bedienung konzipiert und bietet stetig zuverlässige Resultate. Es kann die Grundlage eines wachsenden Studiosystems sein, ist aber auch durch seine Transportfähigkeit und Vielseitigkeit mit einer Batterie-Option sehr gut für Shootings im Freien geeignet. Für sein Geld bekommt man zwei kompakte, aber starke, Gemini 400 Blitzköpfe, zwei Aluminium 120° Reflektoren mit Schirmanschlüssen, zwei robuste Metallständer, zwei Anschlusskabel, ein Kamera Sync Kabel und zwei 90cm Schirme in Silber und Weiß mit einem abnehmbaren Cover. Das Cover kann entweder als Reflektor oder Streukörper genutzt werden. Die Ausrüstung ist in einer schwarzen Reisetasche untergebracht und wiegt mit Inhalt ca. 12,5 kg. Wir bestellten zweimal das Bowens 400/400 twin-head starter flash kit mit 4x 400W als Anfangsgrundlage. So konnten wir bei Bedarf Blitze mit höherer oder niedrigerer Wattzahl ergänzen. In den letzten 12 Monaten haben uns diese Blitze einen guten Dienst erwiesen. Wir wurden bei unserer Arbeit durch den kleinen Blitzkopf der beeindruckende Blitz- und Ladezeiten bietet nicht eingeschränkt. Mit dem einzigen Einstellrad kann das Licht in 5 Blendenstufen stufenlos geregelt werden. Auch die proportionale 250Watt Einstelllampe wird damit kontrolliert. Oder man kann einfach einen Schalter drücken für die Einstelllampe und diese 100% benutzen, oder gar nicht. Kein kompliziertes digitales Menü - "Einfach" ist hier das Schlüsselwort. Das Gemini ist ein plug-and-go System, welches den Ansprüchen von Profis oder Anfängern entspricht. Das Hauptproblem welches ich mit den "No Name" oder "Made In China" Studioblitzen habe ist:

  • Qualität: Die Qualität lässt zu wünschen übrig. Es werden viele Blitze so schnell wie möglich herausgebracht, und sie hoffen, die Käufer diese nicht zurückgeben.
  • Weißabgleich: Haben Blitzköpfe verschiedene oder unterschiedliche Farbtemperaturen sehen die Bilder komisch aus und man muss viel Zeit mit der Nachbearbeitung verbringen.

Das Gemini-Angebot bietet Konsistenz, Zuverlässsigkeit und Qualität um hervorragende Resultate in jedweder Umgebung zu erhalten. Eine extra Option ist das Batterie-Pack, welches ermöglicht, die Gemini Blitze mobil zu benutzen. Noch haben wir keines, aber wer weiß was uns die Zukunft bringt. Kürzlich haben wir zwei 200W Gemini-Blitzköpfe im lightGIANTS-Studio hinzugefügt. Dies gibt uns mehr Kontrolle über die Licht Set-Ups und Tiefenschärfe im Studio. Ich hoffe wir können in Zukunft noch weitere hinzufügen.

Technische Daten im Überblick:

Gemini 200 Gemini 400
Leistung 200Ws 400Ws
Leitzahl (m/100 ISO) 54 76
Aufladezeit (Voll) 0.7 Seks 1.2 Seks
Blitzdauer bis t=0,5 1/1200 Sek 1/1000 Sek
Leistungs-Regelung 5 stops, 6Ws - 200Ws 5 stops, 12Ws - 400Ws
Stufenlose Leistungseinstellung Ja Ja
Von Benutzer austauschbaren Blitzröhren BW2032 UV, BW2030 klar BW2032 UV, BW2030 Klar
Empfohlene Einstelllampe 250W Halostar 250W Halostar
Einstelllampeneinstellungen Voll, Proportional, Aus Voll, Proportional, Aus
Farbtemperatur (+/- 300°K) 5600K 5600K
Spannungsstabilisierung bis 1% to 1%
Lamp Saver Ja Ja
Auto Dump Ja Ja
Auslösersperre Ja Ja
Bereitschaftsanzeige bei 100% Aufladung bei 100% Aufladung
Bereitschafts-Tonsignal Ja Ja
Reflektor Mount 'S'-Type 'S'-Type
Netzspannung 190-250V 50Hz 190-250V 50Hz
Synchronspannung 5V 5V
Built-in Slave Cell Ja Ja
Switchable Slave Cell Ja Ja
EM Noise Suppression Ja Ja
Travel-Pak Kompatibilität Ja Ja
Breite (inkl. Halterung) 170mm 170mm
Länge 310mm 310mm
Höhe 130mm 130mm
Gewicht 2.1kg 2.6kg
Produktbezeichnung BW3660 BW3670
Quellen:
http://www.bowens.de/content/pages/gemini200.html
http://www.bowens.de/content/pages/gemini400.html

Fazit:

  • Einfache, intuitive Einstellung
  • Regelung über 5 Blendenstufen
  • Leicht und Kompakt
  • Kompatibel mit Travelpak Battery
  • Auto Power-Save Modus
  • Robuste Metallkonstruktion
  • Kontrolle der Einstellampe
  • eingelassene Schalter und Anschlüsse
  • Großes Angebot und zahlreiche Drittanbieter-Accessoires erhältlich
  • Schnelle Blitzzeit
  • DSLR freundliche Low-Sync-Spannung

 

28Sep/110

10th lightGIANTS Friday night shoot. “Glamours/GQ style”

Dieses mal drehte sich bei unserem Freitag Abend Shooting alles um das Thema Modezeitschriften wie z.B. GQ. Um dies zu erreichen hatten wir zwei Models "Sandra" und "Lars"(manche von euch erkennen Sandra vielleicht vom Rocker Girl Shooting).Generell tendiert man bei Herrenmode ein eher hartes Licht zu wählen als bei Frauen. Wir begrenzten unsere Lichtquellen auf zwei Beauty Dishes, große parabelförmige Schirme und einen Ring Blitz.

Benita

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Johannes Konrad

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Patrick

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Beim Shoting fiel mir schnell auf, dass der 2m Schirm (welchen wir als Füllbeleuchtung benutzten) viel zu viel Licht abgab, obwohl wir ihn auf die niedrigste Stufe stellten.Mein Fehler war, dass der silberne Schirm so groß war und so nah am Subjekt, dass er als Reflektor der Hauptlichtquelle agierte. Das Problem wurde jedoch durch Änderung der Position gelöst.

Scott Lewis

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Thomas Reimann

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Markus Wochele

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Für ein paar Bilder nur mit Lars benutzten wir nur einen Beautydish mit Wabenfilter. Das harte Licht wirkte sehr gut auf seinen Wangenknochen und dem Kinn. Vielleicht hätten wir die Haare beleuchten sollen um sie etwas vom Gesicht abzuheben. Ab zu dem Zeitpunkt waren wir zufrieden mit dem Ergebnis.

i 150x150 10th lightGIANTS Friday night shoot. Glamours/GQ style    i 1 150x150 10th lightGIANTS Friday night shoot. Glamours/GQ style   i 2 150x150 10th lightGIANTS Friday night shoot. Glamours/GQ style

Und es ist fertig.... das weltberühmte "Making Of" Video.

pv 20110826 225920 2789 w700 h467 300x200 10th lightGIANTS Friday night shoot. Glamours/GQ style

29Aug/111

9th lightGIANTS Friday night shoot. “Birds of Paradise”

Und wieder einmal hat Lisa Futterer (http://www.hairart-lisa.de/) uns im Studio besucht und etwas von ihrer Makeup Magie gezeigt. Das Thema diesmal "The Birds of Paradise". Diesmal drehte sich das Licht um schnelle und einfache Lichtsetups um schnell einen komplett anderen Bildlook zu bekommen (Wie immer, am Ende des Workshops etwas Zeit um mit dem Licht zu spielen).Wir starteten mit einem Setup und änderten Schritt für Schritt das Hintergrundlicht um verschiedene Looks zu erreichen.

Stephanie Schlittenhardt

tiffie birds of paradise 4 w467 h700 150x150 9th lightGIANTS Friday night shoot. Birds of Paradise   tiffie birds of paradise 9a w700 h467 150x150 9th lightGIANTS Friday night shoot. Birds of Paradise   tiffie birds of paradise 3 w467 h700 150x150 9th lightGIANTS Friday night shoot. Birds of Paradise

Julie Therré

julie nina1 w500 h700 150x150 9th lightGIANTS Friday night shoot. Birds of Paradise   julie lisa3 w467 h700 150x150 9th lightGIANTS Friday night shoot. Birds of Paradise   julie birdsof paradise w600 h480 150x150 9th lightGIANTS Friday night shoot. Birds of Paradise

Boris Jusseit

Boris 29.07.2011 23 10 33 img 8761 icc change w700 h467 150x150 9th lightGIANTS Friday night shoot. Birds of Paradise   Boris 29.07.2011 22 16 38 img 8735 icc change w700 h467 150x150 9th lightGIANTS Friday night shoot. Birds of Paradise   Boris 29.07.2011 19 59 22 img 8631 icc change w467 h700 150x150 9th lightGIANTS Friday night shoot. Birds of Paradise

Die Idee war es, das Keylight und einen Reflektor gleich zu lassen und nur das Hintergrundlicht zu verändern.

  • Wir starteten mit 2 Blitzen direkt auf den Hintergrund um den grauen Hintergrund fast weiß zu belichten.
  • Später drehten wir die Blitze zu den Models. Das hatte zur Folge das der Hintergrund fast schwarz wirkte und erzeugte ein Streiflicht an den Models.
  • Anschließend fügte ich ein vierten Blitz mit Barndoors und Farbfolien hinter den Models hinzu um so die Hintergrundfarbe zu kontrollieren.
  • Gegen Ende tauschten wir den grauen Hintergrund gegen verschiedene Vorhänge aus.

Durch die Benutzung dieser einfachen Schritte kreierten wir in kürzester Zeit 4 verschiedene Looks.

Scott Lewis

lisa and the girls 157 w467 h700 150x150 9th lightGIANTS Friday night shoot. Birds of Paradise   lisa and the girls 154 w467 h700 150x150 9th lightGIANTS Friday night shoot. Birds of Paradise   lisa and the girls 141 w467 h700 150x150 9th lightGIANTS Friday night shoot. Birds of Paradise

Markus Wochele

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Thomas Reimann

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Stefan Janeschitz

stefan img 8005v3 w459 h700 150x150 9th lightGIANTS Friday night shoot. Birds of Paradise

Dies ist eine einfache und schnelle Lösung um verscheidene Looks zu bekommen wenn ihr unter Zeitdruck steht...

sylight1 150x150 9th lightGIANTS Friday night shoot. Birds of Paradise   sylight2 150x150 9th lightGIANTS Friday night shoot. Birds of Paradise   sylight3 150x150 9th lightGIANTS Friday night shoot. Birds of Paradise

und anschließend das weltbekannte Making Of Video icon smile 9th lightGIANTS Friday night shoot. Birds of Paradise


Danke an Daniel Neu!

lisa and the girls 176 w700 h467 300x200 9th lightGIANTS Friday night shoot. Birds of Paradise

10Aug/114

Black and White Photography (Teil 1)

Damals in den 80ern galt schwarz-weiß oft als altmodisch und uninteressant. Die meisten Fotolabore konnten den schwarz-weiß Film nicht richtig entwickeln und sandten diesen woanders hin. Es entstand der Herrschaftsbereich derer, die eine eigene Dunkelkammer hatten (ahhhh... die guten alten Tage).

Seit der digitalen Revolution hat schwarz-weiß wieder einen Aufschwung erlebt. Eigentlich ist es eine Fehlbezeichnung, weil das Bild nicht nur aus schwarzen und weißen Pixeln besteht, sondern auch aus verschiedenen grauen Schattierungen. Aber wieso sollte ich jetzt was anderes sagen, ich bleib dabei es Schwarz-Weiß zu nennen (als Abkürzung S/W) oder monoton.

Entzieht man dem Bild die Farbe, konzentriert man den Blick des Betrachters auf die Form und die Komposition. Man hebt Qualitäten des Fotos wie Gestaltung und Struktur hervor. Obwohl die meisten Kameras einen schwarz-weiß Modus haben, ist es immer besser in Farbe zu fotografieren und es später in monochrom zu konvertieren. Man hat mehr Kontrolle über den Konvertierungs-Prozess und die Möglichkeit auf die Farbversion zurückzugreifen, falls einem das schwarz-weiß Bild nicht gefällt.

Die Fähigkeiten welche man benötigt um gute schwarz-weiß Bilder zu machen sind im Gegensatz zu Farbbildern ziemlich unterschiedlich, da es oft die Farbe ist, welche einem ins Auge fällt, wohingegen man bei schwarz-weiß verschiedene Helligkeitsstufen hat. Die Fähigkeit welche man also erlernen muss, ist in schwarz-weiß zu sehen.

Konvertieren in Schwarz-Weiß

Es gibt viele verschiedene Arten dein Farbbild in ein Monochrom umzuwandeln. Diese sind:

  • Graustufen
  • Entsättigen
  • Der Kanalmixer (Photoshop)
  • Lab Modus/Lab Farbe (Photoshop)
  • Bildhelligkeits Abmischung (Luminosity Blending - Photoshop)

Es gibt viele Möglichkeiten, je nachdem welche Software du benutzt. Ich persönlich (Scott) habe nicht viel Erfahrung mit dem Lab Modus und der Bildhelligkeits Abmischung.

Graustufen
Dies ist der einfachste Weg ein Farbbild in schwarz-weiß umzuwandeln. Es ist wahrscheinlich das, was die Kamera im schwarz-weiß Modus gemacht hätte. Oft wird diese Methode abgetan weil sie so einfach ist. Dennoch denke ich, wenn du gerade erst angefangen hast monoton zu fotografieren, solltest du es ausprobieren - du kannst es immer wieder rückgängig machen, wenn dir das Ergebnis nicht gefällt.

Achtung: Diese Option kann das Bild automatisch in einen einzigen Farbkanal reduzieren. Viele Bildbearbeitungsfilter und Effekte benötigen aber ein drei Kanal Bild um zu funktionieren. Es kann also sein, dass du es wieder in den RGB Modus umwandeln musst (obwohl es grau bleibt, da die Farben ja entfernt wurden).

Entsättigen
Eine andere einfach Methode, welche allerdings ein ganz anderes montones Bild herstellt als das der Graustufen Option. Manchmal kann es besser aussehen. Außerdem hat es den Vorteil das Bild im RGB Frabraum zu belassen, und du kannst die verschiedenen Effekte und Filter problemlos anwenden.

Der Kanalmixer
Der Kanalmixer ist möglicherweise eine der meist genutzen Konvertierungsmethoden. Der Chip in deiner Kamera ist ein Farbempfindungsbauteil welches primär drei Farben wahrnimmt die vom Sensor kommen. Ein schwarz-weiß Bild beinhaltet nur Information eines Farbkanals, also muss eine "Abwägung" stattfinden (z.B. wieviel Rot, Grün oder Blau muss benutzt werden um diesen Grauton zu erhalten).

Bei der Geburtsstunde der Fotografie, als schwarz-weiß die einzige Option war, benutzten die Fotografen gefärbte Filter (vor dem Objektiv) um eine Farbe mehr hervorzuheben oder zu reduzieren (ein roter Filter an einem blauen, wolkigen Himmel würde den Kontrast in diesem Bereich bei einem schwarz-weiß Bild herausheben). Was passiert? Der rote Filter erlaubt den roten Farben durchzudringen und blockiert alle anderen Farben. Farben welche blockiert werden erscheinen dunkler. In diesem Fall wird blau blockiert, welches fast das komplette Gegenteil des roten Spektrums ist, und wird somit sehr dunkel.

Mit dem Kanalmixer hast du also mehr Kontrolle über den Konvertierungsprozess, weil dieser ein klein wenig wie diese Filter arbeitet.
Je nach Software wirst du mindestens drei Schieberegler sehen die mit Rot, Grün und Blau gekennzeichnet sind. Es gibt höchstwahrscheinlich auch ein Kästchen, welches durch Monochrom oder Schwarz-Weiß gekennzeichnet ist. Du musst dieses Kästchen auswählen, wenn du ein Graustufen Bild haben möchtest.

Der Wert der Farben sollte insgesamt 100% ergeben, wenn die Helligkeit des bearbeiteten Bildes dieselbe wie das des Originals haben soll.
Stellst du Rot auf 100% Grün und Blau auf 0% ein, werden die zuvor roten Stellen im Bild heller. Willst du die Lichtstärke des menschlichen Auges nachahmen, solltest du die Werte auf ungefähr 30% (Rot), 59% (Grün) und 11% (Blau) einstellen.

Farbton/Sättigungsebene
Diese Methode ist ein sehr flexibler Weg um dein Bild in schwarz-weiß zu konvertieren, weil es dein originales Farbbild (auf der Hintergrundebene) beibehält, während du an dem Bild arbeiten kannst. Es erfordert jedoch etwas mehr Kenntnis deiner jeweiligen Software. Der Effekt ähnelt dem der Entsättigung, bietet dir jedoch dieselbe Kontrolle über das Bild wie bei dem Kanalmixer. Benutzt du zwei Farbton/Sättigungsebenen, hast du noch mehr Kontrolle über dein Bild.
Probiere es selbst aus...

  1. Erstelle zwei Farbton/Sättigungsebenen
  2. Stelle die Füllmethode der oberen Ebene auf "Farbe" und die Sättigung auf -100
  3. Nun kannst du den Farbtonregler der unteren Ebene so abgleichen, das er dir den Farbfilter zeigt, welchen du erzielen willst. Ändere den Sättigungsregler in dieser Ebene um den Umfang desselbigen Farbfilters zu kontrollieren. Es lohnt sich diese Einstellungen auszuprobieren um verschiedene Effekte zu testen.

Lab Modus/Lab Farbe
Der Lab Modus ist eine von vielen Farbbereichen in Photoshop (und anderen Programmen). Dieser Modus kann dir eine größtmögliche Palette an vorhandenen Farben in einem Bild anzeigen. Wie der RGB Modus ist es ein Drei-Kanal Modus. Wo jedoch der RGB Modus die drei Grundfarben benutzt, setzt der Lab Modus einen Helligkeits Kanal und zwei Farbkanäle ein. Konvertierst du also ein Bild im Lab Modus und klickst dann auf den Helligkeitskanal im Menü "Kanal", siehst du ein schwarz-weiß Bild. Um die anderen beiden Kanäle zu löschen, stelle den Modus auf Graustufen, und die Farbinformation deines Bildes ist gelöscht. Obwohl die Lab Farbe auf die menschliche Farbempfindung abgestimmt ist, erscheinen schwarz-weiß Bilder, die durch diese Methode hergestellt wurden, oft zu hell oder zu dunkel. Es gibt eine Technik genannt Bildhelligkeitsabmischung (Luminosity Blending) welche dies jedoch korrigieren kann.

Bildhelligkeitsabmischung - Luminosity Blending
Dies ist eine eher komplexe Methode um ein Farbbild in schwarz-weiß zu konvertieren. Hierzu wird das Bild auf eine Ebene über eine weiße Ebene gebracht. Anschließend wird die Füllmethode von "Normal" auf "Luminanz" gestellt (Luminance in Paint Shop Pro).
Hier eine Schritt für Schritt Erklärung für Photoshop Benutzer:

  1. Befördere dein Bild auf die Hintergrundebene und auf eine normale Ebene, indem du den Dateinamen des Fotos änderst oder auf "Hintergrund" im Menü "Ebene" doppelklickst.
  2. Füge eine weiße Ebene neben der Bildebene ein (jede andere Farbe außer weiß, grau oder schwarz gibt dem Bild einen jeweiligen Farbstich)
  3. Stelle die Füllmethode des Bildes auf Luminanz.
3Aug/117

Sync-Geschwindigkeit

Mit einem Blitz zu fotografieren unterscheidet sich leicht von der Fotografie ohne Blitz. Der entscheidende Schlüssel bei einem Foto mit Blitz ist die Kombination aus Blende, ISO und die eingestellte Stärke des Blitzes. Die eigentliche Belichtung passiert wenn der Blitz zündet, in dieser Zeit muss der Verschluss eurer Kamera mindestens für die Dauer des Blitzes offen sein.

Die Abbrenngeschwindigkeit des Blitzsystems sind recht kurz, 1/1000 einer Sekunde und schneller sind nicht unüblich. Die Belichtung entsteht während der Verschluss eurer Kamera offen ist und der Blitz zündet. Die Verschlusszeit sollte daher länger sein als die Abbrenndauer des Blitzes so das dieser für euch den Augenblick einfriert. Kurz gesagt, der Verschluss der Kamera öffnet, der Blitz feuert und anschließend schließt sich der Verschluss wieder. Die Menge des Lichts welches auf euren Sensor (oder Film) trifft wird somit von der Leistung des Blitzes und der Öffnung eurer Blende (f) bestimmt. Am Ende entscheidet der ISO Wert, wie empfindlich der Sensor (oder Film) auf diese Menge an Licht reagiert.

Stellt ihr eine schnellere Belichtungszeit in eurer Kamera ein als diese mit dem Blitz synchronisieren kann, werdet ihr nur einen Teil des Bildes erhalten. Welcher Teil des Bildes unbelichtet bleibt entscheidet die Richtung in welcher sich euer Verschluss bewegt und wie groß dieser Teil ist, wird durch die Belichtungszeit bestimmt. Stellt ihr die Belichtungszeit viel zu schnell ein, werdet ihr nur ein schwarzes Bild erhalten, ist die Auslösegeschwindigkeit nur leicht zu schnell gewählt, erhaltet ihr einen schwarzen Schatten am Bildrand. Moderne DSLR Kameras haben eine maximale Synchronisationsgeschwindigkeit. Diese variiert von Kameramodell zu Kameramodell. Schaut diese bitte in den Spezifikationen eurer Kamera nach.

Es gibt mehrere Effekte welche ihr durch Anpassungen eurer Einstellungen erzielen könnt. Längere Belichtungszeiten erlauben euch mehr Umgebungslicht einzufangen. Meistens beeinflusst dies den Hintergrund (denn die eingestellte Blende bestimmt wie euer Hauptobjekt belichtet wird). Wird eine längere Belichtungszeit gewählt wird der Hintergrund sichtbarer und erlaubt so eine ausgeprägtere Separierung eures Hauptmotivs vom Hintergrund.

Aber achtet dabei unbedingt auf die Farbtemperatur aller Lichtquellen im Umgebungslicht. Abhängig von ihrer Helligkeit kann eine längere Belichtungszeit zu unerwünschten Farbeinwürfen führen welche eventuelle die Hauttöne eurer Aufnahme verfälschen können. Die Lösung: Die Belichtungszeit verringern, aber nicht zu sehr. Auf der anderen Seite können solche Lichtquellen unter Umständen auch eine angenehme Wärme in eure Bilder bringen.

Eine schnellere Belichtungszeit bringt generell eine schärfere Aufnahme zustande, da weniger Bewegungsunschärfe während der Aufnahme entstehen kann. Außerdem isoliert sie euer Motiv vom Hintergrund, da weniger Umgebungslicht eingefangen wird.

26Jul/113

8. Freitags Workshop “Hard Rock Lighting” [Rückblick]

In diesem Workshop ging es um das Thema "Hard Rock Lighting". Wir haben eine 3 köpfige Rock-Band ins Studio eingeladen und wollten Lichtsetups und Perspektiven zeigen mit welchen man actionreiche Bilder für solch ein Thema in Szene setzen kann. Hierbei wurden primär zwei Lichtsetups gezeigt. Beim ersten Lichtsetup haben wir mittels zweier Striplights harte Lichtkanten erzeugt und das Keylight stellte die große Oktabox dar welche frontal auf die Personen gerichtet war. Das zweite Setup sollte eine Bühnen-Lichtsituation darstellen. Hierbei verwendeten wir ein Beautydisch als Keylight, eine Softbox als Filllight und einen Blitz im Hintergrund mit Barndoors und blauer Folie um etwas Farbe ins Bild zu bringen. Direkt unter dem farbigen Blitz wurde unsere neue Nebelmaschine aufgestellt.

Andreas Schott


Philip Dehm

Markus Meier

Die drei Jungs, Jannis, Nikita und Atilla brachten unmengen an Equipment mit, jeder zwei Gitarren/Bässe, wir hatten zwei komplette Schlagzeuge zur Verfügung und noch viel mehr Equipment welches wir in der Zeit leider garnicht alles verwenden konnten. Ausserdem lieferten sie nach dem anfänglichen Auftauen den kompletten Abend bis zum Ende perfekte Motive und Posen und hatten selbst nen riesen Spaß! Das hat man gemerkt. Danke an euch drei an dieser Stelle! Besser hätte es nicht laufen können!

Marco Spalluto


Prisma Septica

Markus Wochele

Thomas Reimann

Als wir mit den zwei Setups fertig waren ging es wieder in die offene Runde, hier haben wir ein weiteres Lichtsetup aufgebaut und noch einige weitere Bilder gemacht und die verschiedensten Einstellungen, Posen und Ideen ausprobiert.

Der Abend wurde natürlich mit entsprechender Rockmusik begleitet und wir denken, jeder kam aus seine Kosten. Im Anschluss natürlich noch ein Behind the Scenes Video, diesmal erstellt von Daniel Neu (Crowbar Productions) da wir lightGIANTS etwas unterbesetzt waren mussten wir dies aus der Hand geben. Vielen Dank Daniel für deine Mühen!

19Jul/1120

solidcase Lichtsetup herausfinden (Gewinnspiel)

163840 131718910222375 129127237148209 194914 7639571 n 150x150 solidcase Lichtsetup herausfinden (Gewinnspiel)Dank den Jungs von "solidcase" können wir ein Gewinnspiel für euch starten.

Das Konzept ist einfach:
Ich habe im lightGIANTS Studio ein Foto von einem solidcase aufgenommen, ihr müsst herausfinden was für ein Lichtsetup ich verwendet habe. Wie viele Blitze, welche Lichtformer, Positionen...

Der Preis

ein iPhone 4 solidcase im Wert von €98,- ... tatsächlich ist es das welches ihr auf dem Gewinnspiel-Bild seht.

Die Regeln

  • Die erste richtige Antwort gewinnt
  • Mitglieder der lightGIANTS, soldicase und Angehörige sind von der Teilnahme ausgeschlossen
  • Ihr dürft pro Tag nur 3 Tipps abgeben
  • Ihr könnt Ja/Nein Fragen stellen, diese zählen aber als Tipp
  • Wenn ihr tippt, antworte ich mit Nein, nah, sehr nah oder Gewinner
  • Jeden Tag an dem das Setup nicht erraten wurde, gebe ich einen weiteren Hinweiß
  • Der Versand ausserhalb Deutschlands muss selbst getragen werden
  • Den Versand innerhalb Deutschland tragen wir lightGIANTS
  • Wir lightGIANTS kommen nicht für eventuell entstehende Zollkosten auf, das Paket wird aber als Gewinn gekennzeichnet
  • Wir können nur Antworten in deutsch oder englisch annehmen
  • Wir wollen nicht nur die Anzahl und Position des Lichtsetups wissen, auch welche Lichtformer verwendet wurden
  • Die Skalierung der Blitze ist irrelevant, solltet ihr aber einen Tipp haben, könnt ihr diesen gerne mit abgeben
  • Die Spielleitung hat das letzte Wort und wird keine Korrespondenz eingehen

Das sind genug Regeln und denkt immer daran das es hier zum Großteil um Spass und einen tollen Preis geht... Und hier ist das Gewinnspiel-Bild:

5935314676 6e670ecc18 b 300x200 solidcase Lichtsetup herausfinden (Gewinnspiel)

click to enlarge

Ich habe eine größere Version als sonst gepostet so das ihr ein paar mehr Details des Lichtsetups sehen könnt. Und hier sind die EXIF Daten um euch für den Anfang zu helfen...

Kamera: Sony DSLR-A900
Belichtung: 0.008 sec (1/125)
Blende: f/8.0
Linse: 50 mm 2.8 macro

12Jul/110

Den Blick schärfen – Teil 2

Vor langer Zeit als ich (Scott) anfing zu fotografieren, war ich davon überzeugt, dass die Kamera mich zu einem besseren Fotografen machen würde. Als meine Leidenschaft für Fotografie zunahm, versank ich in sämtlichen Foto-Magazinen und Fachbüchern. Ich studierte die Werke von Fotografen wie William Albert Allard, Mary Ellen Mark, und Gordon Parks um mehr Einsicht zu erhalten und Informationen zu finden über ihr Kamera Equipment. Mein Fehler war zu glauben, dass ich dasselbe Equipment benötigen würde, um gute Fotos zu machen. Aber egal welche tollen Kameras und Gerätschaften ich fand, ich kam immer wieder zurück zu derselben Kamera mit denselben Objektiven (eine alte Minolta SLR mit einer handvoll Objektiven)... Warum? Weil es das war, was für mich funktionierte.
Viele Jahre später prägte Chase Jarvis den Satz: "Die beste Kamera ist die, die du bei dir hast." Es ist also nicht wichtig welchen Foto du benutzt, sondern wie du ihn benutzt. Diese besagten Objektive spielen eine sehr wichtige Rolle, aber mehr dazu in einem anderen Beitrag.

BELICHTUNG

Benutzt du eine moderne Kamera, wird diese, wenn du durch den Sucher schaust und den Auslöser halb gedrückt hälst, eine Belichtungsmessung machen (und fokussieren). Kurz, sie schaut wieviel Licht zur Verfügung steht. Dies nennt man EV (Exposure Value/Belichtungsmessung) und ist die Basis für dein Foto, beruhend auf deinen Einstellungen. Die Kamera welche ich benutze hat drei grundlegende Messarten. Da nicht jeder dieselbe Kamera hat, musst du bei deiner genau nachschauen, bzw. das Handbuch zu Rate ziehen.

4562839936 572061d45d Den Blick schärfen   Teil 2

Deine Kamera misst nur das Licht, welches es sehen kann und wird bei verschiedenen Lichtgegebenheiten evt. nicht korrekt messen. Das EV der Kamera ist also nur eine Richtlinie die irgendwo von einem Hersteller festgelegt wurde und muss nicht die richtige Messung für dein Bild sein.

4330000384 ae40c43949 Den Blick schärfen   Teil 2

Die drei Aspekte (Einstellungen) deiner Belichtung liegen alle in deiner Hand. Änderst du einen hat das nicht nur Einfluss auf dein letztendliches Bild sondern auch auf einen oder die beiden anderen Einstellungen. Ich fototgrafiere z.B. gerne im A-Modus (Aperture Priority). Ich stelle f/ (die Blende) auf die Tiefensschärfe, welche ich erzielen will. Das ISO passe ich den Lichtgegebenheiten an (das ist abhängig von der Belichtungszeit). Passe ich meine Blende an und lasse das ISO wie es ist wird meine Kamera automatisch die Belcihtungszeit ändern. Denke immer daran, dass DU das Foto machst, nicht deine Kamera.

Es gibt zwei tolle Arbeitshilfen in deiner Kamera, welche dir helfen deine Belichtungsmessung anzuschauen und anzupassen: Das Histogramm und der EV-Abgleich. Werden beide richtig benutzt, erspart dir das eine Menge Zeit wenn du die Bilder später bearbeitest.
Benutzt du das Histogramm, mag das am Anfang ins unermessliche gehen, aber es ist etwas, dass jeder Fotograf verstehen sollte um das beste Ergebnis seiner Kamera zu erhalten. Mehr dazu ein andermal.

7Jul/110

Lichtsetzung – Die ersten Schritte Teil 2

1. Großflächige oder punktuelle Lichtquelle

Je großflächiger die Lichtquelle ist, umso weicher wird das Licht. Je punktueller, umso härter. Eine großflächige Lichtquelle verringert den Schatten, reduziert den Kontrast und dämpft die Strukturoberfläche. Eine punktuelle Lichtquelle bewirkt das Gegenteil.
Dies geschieht weil das Licht bei einer großflächigen Lichtquelle dein Objekt von mehreren Seiten trifft, was dazu führt, dass die Schatten ausgefüllt werden und die ganze Szene mehr, sowie weicher beleuchtet.

pv 2011 04 29 212018 0433 w700 h467 300x200 Lichtsetzung   Die ersten Schritte Teil 2

2. Nahe oder Entfernte Lichtquelle

Je näher das Licht ist, umso weicher wird es sein. Je weiter entfernt umso härter.
Je näher du das Licht heranführst, umso größer (also großflächiger) wird es in Relation zu deinem Objekt. Ziehst du das Licht weiter weg, wird es kleiner und somit punktueller.

3. Zerstreuung

Durch Zerstreuung wird das Licht verteilt und man erhält dadurch grundsätzlich eine großflächigere und damit weichere Lichtquelle. An einem bedeckten oder nebligen Tag wird der ganze Himmel zu einer einzigen sehr großflächigen Lichtquelle - die Himmels-Softbox.
Materialien wie transparentes Plastik oder weißes Tuch zerstreuen hartes Licht. Man kann einen Streukörper oder Diffusor vor ein künstliches Licht anbringen wie z.b. ein Reflektorschirm. Oder wenn du in der grellen Sonne bist, benutze ein helles Zelt oder einen weißen Stoff um das Licht, welches auf dein Subjekt fällt, zu dämpfen.

4. Abprallendes Licht

Abprallendes Licht funktioniert wie Zerstreuung. Ziele mit einer punktuellen Lichtquelle auf eine großflächige, matte Oberfläche (wie z.B. eine Wand, die Decke oder einen matten Reflektor) und es reflektiert nicht nur das Licht sondern zerstreut es über eine weite Fläche hinweg.
Benutzt du jedoch einen glänzenden Reflektor wird das Licht punktuell abprallen. Der extremste glänzende Reflektor ist der Spiegel. Das Licht wird punktuell reflektiert. Prallt das Licht von einer farbigen Oberfläche ab, kann dies die Farbbalance, bzw. die Temepratur deines Bildes ändern.

5. Das Abstandsgesetz

Das Abstandsgesetz (im Bezug auf Fotografie) besagt "Je weiter entfernt die Lichtquelle, um so mehr nimmt das Licht ab". Es wird also im Bezug auf dein Subjekt schwächer.
Die Regel sagt, dass das Licht abnimmt im Quadrat zu der Distanz. Das hört sich kompliziert an, ist es aber nicht. Wenn du das Licht doppelt so weit von deinem Subjekt entfernst, hast du am Ende nur noch ein Viertel des Lichts auf deinem Subjekt.
In anderen Worten: das Licht wird schwächer wenn du es entfernst. Bedenke, dass hier auch das abprallende Licht (auch in einen glänzenden Reflektor) dazuzählt. Licht wandert.

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6. Lichtfall

Du kannst deine Lichtquellen benutzen um den Bezug zwischen deinem Objekt und dem Hintergrund zu variieren. Wenn du das Licht nah an dein Objekt heranbringst, wird der Lichtfall auf den Hintergrund betonter. Ist das Licht weiter weg vom Objektjekt wird der Hintergrund relativ heller sein weil mehr Licht sich vom Subjekt auf den Hintergrund verteilt.
Dasselbe gilt für Seitenbelichtung. Ist eine Lichtquelle nahe an der Seite deines Objekts wird der Lichtfall über das Bild betonter sein wie wenn es weiter entfernt ist.

7. Frontales Licht

Frontales Licht schwächt die Strukturoberfläche. Licht von der Seite, von oben oder unten betont diese. Ein Portrait-Fotograf möchte die Lichtquelle nahe an der Linie des Objektivs beibehalten um Hautfalten zu dämpfen, während ein Landschaftsfotograf eher Seitenlicht bevorzugt um die Oberfläche von Steinen, Sand und Laub hervorzuheben. Generell ist mehr Oberflächenstruktur sichtbar je höher Winkel des Lichteinfalls auf das Objekt ist

8. Schatten

Schatten bringen Tiefe und Volumen in das Bild. Licht von der Seite, oben oder unten werfen tiefe und lange Schatten welche Volumen geben. Stilleben-, Produkt- und Landschaftsfotografen benutzen aus diesem Grund abgewinkelte Lichtquellen.
Positionier ein Licht hoch über deinem Objekt und leicht an der Seite und nach unten abgewinkelt. aber nicht so stark, dass der Schatten der Nase zu sehr auf der oberen Lippe zu sehen ist.

9. Gegenlicht

Gegenlicht kann man als eine stark zerstreute Lichtquelle benutzen. Eine Person, welche mit ihrem Rücken zu einem hellen Fenster steht, wird mit reflektierendem Licht von einer gegenüberliegenden Wand beleuchtet. Jemand der draußen mit dem Rücken zur hellen Sonne steht wird durch das Licht des Himmels von vorne beleuchtet. Wenn man eine helle Lichtquelle im Hintergrund benutzt und den Lichtfall dessen auf das Objekt reflektiert, wird man die Oberflächestruktur des Gesichts schwächen.

10. Farbe

Licht besitzt Farbe, obwohl es "weiß" aussieht. Dies nennt man Farbtemperatur und unser Gehirn kann diesen Eindruck sehr gut anpassen, so dass wie es kaum wahrnehmen.
Digitale und Analoge Kameras können jedoch Lichtfärbungen aufnehmen, die unser Auge nicht gesehen hat. Die Farbe des frühen Morgens oder des späten Nachmittags sind warm wohingegen die Mittagssonne bläulich sein kann.
Klare Glühbirnen werfen ein gelbliches Licht. Und jede Oberfläche von der dieses Licht abprallt fügt seine eigene Farbe hinzu. Mit einer digitalen Kamera kann man den Weißabgleich einstelen um die Lichtfärbung zu ändern oder um diese zu betonen wie zum Beispiel bei einer Landschaft oder einem Portrait eine wärmere Lichttönung zu geben.

5228782059 a54f75274b z 200x300 Lichtsetzung   Die ersten Schritte Teil 2Tips umsetzen

Wenn du einmal im Studio fotografiert hast, ergeben diese Tips viel mehr Sinn. Was viele Leute nicht verstehen wenn sie das erste mal im Studio sind ist...

 

Der Studio-Blitz hat normalerweise zwei Lampen. Ein Einstellicht und die Lampe für den eigentlichen Blitz. Diese Lampen können unterschiedliche Farbtemperaturen haben. Wenn du dein Licht positionierst, zeigen dir die Einstellampen den Lichtfall. Du wirst die Schatten sehen und eine Eindruck bekommen wie hart oder weich dein Licht ist. Wenn du allerdings blitzt, kann es sein, dass die Farbtemperatur anders ist als das, was du vorher gesehen hast.
Haben deine Fotos eine komische Lichtfärbung, kann es sein, dass du deine Kamera auf "Automatischen Weißabgleich" (AWB) gestellt hast. Deine Kamera hat den Weißabgleuch des Einstellichts gemessen, welches viel wärmer ist als der Blitz.

29Jun/113

Tipps zur Portraitfotografie – Teil 1

Portraitfotografie ist die primäre Rolle eines jeden Studiofotografen. Das Ziel ist es, die Persönlichkeit und Stimmung der Person zu zeigen. Es gibt so viele Tricks, Tipps und Ideen da draußen, also dachte ich (Scott), wir könnten anfangen ein paar davon hier zusammenzutragen.

Dieser Blog-Eintrag beinhaltet eine Idee, für die ich eure Feedback brauche. Ich hoffe, daß daraus ein lange anhaltende Serie wird, basierend auf euren Ideen und eurem Feedback. Schreibt einfach eure Vorschläge unten als Kommentar dazu und immer wenn wir genug neue Tipps für Portraits haben, machen wir daraus einen neuen Teil der Portrait-Serie.

1. Passe Deine Sicht an: Die meisten Portraits werden mit der Kamera ungefähr auf Augenhöhe des Subjektes fotografiert. Das ist auch sinnvoll, aber eine drastische Änderung des Blickwinkels kann Deinem Portrait einen echten "Wow-Faktor" verleihen. Und eine ganz andere Botschaft rüberbringen. Werde kreativ mit der Pose und der Position. Nicht nur mit den Posen des Subjektes, sondern auch mit Deiner eigenen Position, mache aus möglichst vielen Winkeln Aufnahmen, um unterschiedliche Wirkungen zu erzielen.

DJOverflow t0m1 Tipps zur Portraitfotografie   Teil 1

2. Augenkontakt: Die Blickrichtung des Subjektes hat eine große Auswirkung auf das Bild. In den meisten Portraits schaut die Person genau in die Kamera. Dies kann eine echte Verbindung zwischen der Person und dem Betrachter ergeben. Aber man kann noch andere Sachen versuchen:

Aus dem Bildrahmen herausschauen: Das Subjekt soll hierbei seinen Fokus und seine Aufmerksamkeit auf etwas lenken, was für den Betrachter unsichtbar und außerhalb des Bildes liegt. Das kann ein Gefühl der Offenheit hervorbringen, und auch ein wenig mysteriös und interessant wirken, da sich der Betrachter des Bildes dann sicher fragt, was das Subjekt in dem Moment wohl gerade angesehen hat. Besonders gut kann man diesen mysteriösen Effekt hervorrufen, wenn die Person irgendeine Emotion zeigt (z.B. "Worüber lacht Sie?" oder "Warum ist Sie überrascht?"). Aber vergesst nicht, daß wenn das Subjekt aus dem Bildrand herausschaut, dies auch den Blick des Betrachters an den Rand ziehen kann, und somit weg vom eigentlichen Mittelpunkt.

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Blickrichtung innerhalb des Bildrahmens: Als Alternative kann die Person den Blick auf jemanden (oder etwas) innerhalb des Bildes gerichtet haben, z.B. eine Mutter auf ihr Baby, ein Mann auf seine Uhr, ein Kind auf ein Spielzeug etc... Auf diese Weise entwickelt sich ein zweiter Bezugspunkt zwischen dem betrachteten Objekt und der Zielperson. Es hilft auch dabei, eine "Story" in dem Bild zu erzeugen.

fns2 frank2 700x Tipps zur Portraitfotografie   Teil 1

3. Breche die Regeln: Mit das Erste was man liest, wenn man mit der Fotografie anfängt ist die "Drittel-Regel". Das ist keine Regel die immer befolgt werden muss, sondern eher eine Faustregel die man auch mal brechen sollte. Platziere Dein Subjekt an den Rändern oder in der Mitte, oder in einer Ecke.

4. Beleuchtung: Es gibt viele Arten wie du das Licht in Deinen Portraits nutzen kannst. Zögere auch hier nicht, etwas zu experimentieren. Benutze mehr Licht, weniger Licht, andere Lichtformer, Licht aus dem Hintergrund, oder was immer du willst, es ist schließlich Dein Foto.

5. Nimm die Leute aus ihrer "Komfort-Zone" - bringe sie dazu etwas spaßiges und ausgeflipptes zu tun, wie z.b. einen Luftsprung. Diese Aufnahmen werden fantastisch gut, ungewöhnlich und einzigartig. Das klappt nicht bei jedem, aber kann sehr lustig sein. Und Du musst auf das Timing achten.

6. Bildbearbeitung ("Shopped"): Wenn du in der Nachbearbeitung und Bildmanipulation gut bist, nutze das zu Deinem Vorteil. Setze Deine Phantasie ein, oder versuche ein paar neue Photoshop-Techniken. Selbst die einfachsten Anpassungen wie Belichtungskorrektur und Schnitt können das Bild komplett verändern.

iPad final Tipps zur Portraitfotografie   Teil 1

Kopfball final Tipps zur Portraitfotografie   Teil 1

7. Struktur/Textur: Falls Struktur eine wichtige Eigenschaft Deines Subjektes ist, kannst Du dies betonen und deutlicher machen, beispielsweise die Gesichtsfalten einer älteren Person oder das lange rote Haar.

8. Belichtung: Wenn die hellen Lichter so verstärkt werden, daß sie ausgewaschen wirken, kann dadurch ein schönes weiches Portrait mit einer leichten, luftigen Stimmung entstehen. Eine weiterer Vorteil von solchen High-Key Fotos ist, daß all die kleinen Details und eventuelle Fehler ausgewaschen werden, so daß das Bild viel glatter erscheint. Oder ein Low-Key Bild, in dem die dunklen Bereiche dominant sind, zieht Deinen Blick auf natürliche Weise auf die helleren Bereiche. Diese haben dann auch ein grobkörnigeres und härteres Aussehen als die High-Key Bilder.

9. Requisiten: Füge eine beliebige Requisite zu Deinen Aufnahmen hinzu und du erschaffst einen weiteren Bezugspunkt, welcher Deine Aufnahme verbessern kann. Aber sie sollte auch dem Stil des Fotos welches du machst entsprechen, gebe z.B. einem Sänger ein Mikrofon.

10. Kultur: Fange die lokale Kultur ein, denn was für Dich alltäglich ist, ist für uns exotisch. Kultur ist überall, auch in Deiner Stadt. Stell Dir einfach vor, Du wärst zu Besuch in einem anderen Land, welche Dinge würden Dir dann interessanter erscheinen?