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10Aug/114

Black and White Photography (Teil 1)

Damals in den 80ern galt schwarz-weiß oft als altmodisch und uninteressant. Die meisten Fotolabore konnten den schwarz-weiß Film nicht richtig entwickeln und sandten diesen woanders hin. Es entstand der Herrschaftsbereich derer, die eine eigene Dunkelkammer hatten (ahhhh... die guten alten Tage).

Seit der digitalen Revolution hat schwarz-weiß wieder einen Aufschwung erlebt. Eigentlich ist es eine Fehlbezeichnung, weil das Bild nicht nur aus schwarzen und weißen Pixeln besteht, sondern auch aus verschiedenen grauen Schattierungen. Aber wieso sollte ich jetzt was anderes sagen, ich bleib dabei es Schwarz-Weiß zu nennen (als Abkürzung S/W) oder monoton.

Entzieht man dem Bild die Farbe, konzentriert man den Blick des Betrachters auf die Form und die Komposition. Man hebt Qualitäten des Fotos wie Gestaltung und Struktur hervor. Obwohl die meisten Kameras einen schwarz-weiß Modus haben, ist es immer besser in Farbe zu fotografieren und es später in monochrom zu konvertieren. Man hat mehr Kontrolle über den Konvertierungs-Prozess und die Möglichkeit auf die Farbversion zurückzugreifen, falls einem das schwarz-weiß Bild nicht gefällt.

Die Fähigkeiten welche man benötigt um gute schwarz-weiß Bilder zu machen sind im Gegensatz zu Farbbildern ziemlich unterschiedlich, da es oft die Farbe ist, welche einem ins Auge fällt, wohingegen man bei schwarz-weiß verschiedene Helligkeitsstufen hat. Die Fähigkeit welche man also erlernen muss, ist in schwarz-weiß zu sehen.

Konvertieren in Schwarz-Weiß

Es gibt viele verschiedene Arten dein Farbbild in ein Monochrom umzuwandeln. Diese sind:

  • Graustufen
  • Entsättigen
  • Der Kanalmixer (Photoshop)
  • Lab Modus/Lab Farbe (Photoshop)
  • Bildhelligkeits Abmischung (Luminosity Blending - Photoshop)

Es gibt viele Möglichkeiten, je nachdem welche Software du benutzt. Ich persönlich (Scott) habe nicht viel Erfahrung mit dem Lab Modus und der Bildhelligkeits Abmischung.

Graustufen
Dies ist der einfachste Weg ein Farbbild in schwarz-weiß umzuwandeln. Es ist wahrscheinlich das, was die Kamera im schwarz-weiß Modus gemacht hätte. Oft wird diese Methode abgetan weil sie so einfach ist. Dennoch denke ich, wenn du gerade erst angefangen hast monoton zu fotografieren, solltest du es ausprobieren - du kannst es immer wieder rückgängig machen, wenn dir das Ergebnis nicht gefällt.

Achtung: Diese Option kann das Bild automatisch in einen einzigen Farbkanal reduzieren. Viele Bildbearbeitungsfilter und Effekte benötigen aber ein drei Kanal Bild um zu funktionieren. Es kann also sein, dass du es wieder in den RGB Modus umwandeln musst (obwohl es grau bleibt, da die Farben ja entfernt wurden).

Entsättigen
Eine andere einfach Methode, welche allerdings ein ganz anderes montones Bild herstellt als das der Graustufen Option. Manchmal kann es besser aussehen. Außerdem hat es den Vorteil das Bild im RGB Frabraum zu belassen, und du kannst die verschiedenen Effekte und Filter problemlos anwenden.

Der Kanalmixer
Der Kanalmixer ist möglicherweise eine der meist genutzen Konvertierungsmethoden. Der Chip in deiner Kamera ist ein Farbempfindungsbauteil welches primär drei Farben wahrnimmt die vom Sensor kommen. Ein schwarz-weiß Bild beinhaltet nur Information eines Farbkanals, also muss eine "Abwägung" stattfinden (z.B. wieviel Rot, Grün oder Blau muss benutzt werden um diesen Grauton zu erhalten).

Bei der Geburtsstunde der Fotografie, als schwarz-weiß die einzige Option war, benutzten die Fotografen gefärbte Filter (vor dem Objektiv) um eine Farbe mehr hervorzuheben oder zu reduzieren (ein roter Filter an einem blauen, wolkigen Himmel würde den Kontrast in diesem Bereich bei einem schwarz-weiß Bild herausheben). Was passiert? Der rote Filter erlaubt den roten Farben durchzudringen und blockiert alle anderen Farben. Farben welche blockiert werden erscheinen dunkler. In diesem Fall wird blau blockiert, welches fast das komplette Gegenteil des roten Spektrums ist, und wird somit sehr dunkel.

Mit dem Kanalmixer hast du also mehr Kontrolle über den Konvertierungsprozess, weil dieser ein klein wenig wie diese Filter arbeitet.
Je nach Software wirst du mindestens drei Schieberegler sehen die mit Rot, Grün und Blau gekennzeichnet sind. Es gibt höchstwahrscheinlich auch ein Kästchen, welches durch Monochrom oder Schwarz-Weiß gekennzeichnet ist. Du musst dieses Kästchen auswählen, wenn du ein Graustufen Bild haben möchtest.

Der Wert der Farben sollte insgesamt 100% ergeben, wenn die Helligkeit des bearbeiteten Bildes dieselbe wie das des Originals haben soll.
Stellst du Rot auf 100% Grün und Blau auf 0% ein, werden die zuvor roten Stellen im Bild heller. Willst du die Lichtstärke des menschlichen Auges nachahmen, solltest du die Werte auf ungefähr 30% (Rot), 59% (Grün) und 11% (Blau) einstellen.

Farbton/Sättigungsebene
Diese Methode ist ein sehr flexibler Weg um dein Bild in schwarz-weiß zu konvertieren, weil es dein originales Farbbild (auf der Hintergrundebene) beibehält, während du an dem Bild arbeiten kannst. Es erfordert jedoch etwas mehr Kenntnis deiner jeweiligen Software. Der Effekt ähnelt dem der Entsättigung, bietet dir jedoch dieselbe Kontrolle über das Bild wie bei dem Kanalmixer. Benutzt du zwei Farbton/Sättigungsebenen, hast du noch mehr Kontrolle über dein Bild.
Probiere es selbst aus...

  1. Erstelle zwei Farbton/Sättigungsebenen
  2. Stelle die Füllmethode der oberen Ebene auf "Farbe" und die Sättigung auf -100
  3. Nun kannst du den Farbtonregler der unteren Ebene so abgleichen, das er dir den Farbfilter zeigt, welchen du erzielen willst. Ändere den Sättigungsregler in dieser Ebene um den Umfang desselbigen Farbfilters zu kontrollieren. Es lohnt sich diese Einstellungen auszuprobieren um verschiedene Effekte zu testen.

Lab Modus/Lab Farbe
Der Lab Modus ist eine von vielen Farbbereichen in Photoshop (und anderen Programmen). Dieser Modus kann dir eine größtmögliche Palette an vorhandenen Farben in einem Bild anzeigen. Wie der RGB Modus ist es ein Drei-Kanal Modus. Wo jedoch der RGB Modus die drei Grundfarben benutzt, setzt der Lab Modus einen Helligkeits Kanal und zwei Farbkanäle ein. Konvertierst du also ein Bild im Lab Modus und klickst dann auf den Helligkeitskanal im Menü "Kanal", siehst du ein schwarz-weiß Bild. Um die anderen beiden Kanäle zu löschen, stelle den Modus auf Graustufen, und die Farbinformation deines Bildes ist gelöscht. Obwohl die Lab Farbe auf die menschliche Farbempfindung abgestimmt ist, erscheinen schwarz-weiß Bilder, die durch diese Methode hergestellt wurden, oft zu hell oder zu dunkel. Es gibt eine Technik genannt Bildhelligkeitsabmischung (Luminosity Blending) welche dies jedoch korrigieren kann.

Bildhelligkeitsabmischung - Luminosity Blending
Dies ist eine eher komplexe Methode um ein Farbbild in schwarz-weiß zu konvertieren. Hierzu wird das Bild auf eine Ebene über eine weiße Ebene gebracht. Anschließend wird die Füllmethode von "Normal" auf "Luminanz" gestellt (Luminance in Paint Shop Pro).
Hier eine Schritt für Schritt Erklärung für Photoshop Benutzer:

  1. Befördere dein Bild auf die Hintergrundebene und auf eine normale Ebene, indem du den Dateinamen des Fotos änderst oder auf "Hintergrund" im Menü "Ebene" doppelklickst.
  2. Füge eine weiße Ebene neben der Bildebene ein (jede andere Farbe außer weiß, grau oder schwarz gibt dem Bild einen jeweiligen Farbstich)
  3. Stelle die Füllmethode des Bildes auf Luminanz.
26Jul/113

8. Freitags Workshop “Hard Rock Lighting” [Rückblick]

In diesem Workshop ging es um das Thema "Hard Rock Lighting". Wir haben eine 3 köpfige Rock-Band ins Studio eingeladen und wollten Lichtsetups und Perspektiven zeigen mit welchen man actionreiche Bilder für solch ein Thema in Szene setzen kann. Hierbei wurden primär zwei Lichtsetups gezeigt. Beim ersten Lichtsetup haben wir mittels zweier Striplights harte Lichtkanten erzeugt und das Keylight stellte die große Oktabox dar welche frontal auf die Personen gerichtet war. Das zweite Setup sollte eine Bühnen-Lichtsituation darstellen. Hierbei verwendeten wir ein Beautydisch als Keylight, eine Softbox als Filllight und einen Blitz im Hintergrund mit Barndoors und blauer Folie um etwas Farbe ins Bild zu bringen. Direkt unter dem farbigen Blitz wurde unsere neue Nebelmaschine aufgestellt.

Andreas Schott


Philip Dehm

Markus Meier

Die drei Jungs, Jannis, Nikita und Atilla brachten unmengen an Equipment mit, jeder zwei Gitarren/Bässe, wir hatten zwei komplette Schlagzeuge zur Verfügung und noch viel mehr Equipment welches wir in der Zeit leider garnicht alles verwenden konnten. Ausserdem lieferten sie nach dem anfänglichen Auftauen den kompletten Abend bis zum Ende perfekte Motive und Posen und hatten selbst nen riesen Spaß! Das hat man gemerkt. Danke an euch drei an dieser Stelle! Besser hätte es nicht laufen können!

Marco Spalluto


Prisma Septica

Markus Wochele

Thomas Reimann

Als wir mit den zwei Setups fertig waren ging es wieder in die offene Runde, hier haben wir ein weiteres Lichtsetup aufgebaut und noch einige weitere Bilder gemacht und die verschiedensten Einstellungen, Posen und Ideen ausprobiert.

Der Abend wurde natürlich mit entsprechender Rockmusik begleitet und wir denken, jeder kam aus seine Kosten. Im Anschluss natürlich noch ein Behind the Scenes Video, diesmal erstellt von Daniel Neu (Crowbar Productions) da wir lightGIANTS etwas unterbesetzt waren mussten wir dies aus der Hand geben. Vielen Dank Daniel für deine Mühen!

12Jul/110

Den Blick schärfen – Teil 2

Vor langer Zeit als ich (Scott) anfing zu fotografieren, war ich davon überzeugt, dass die Kamera mich zu einem besseren Fotografen machen würde. Als meine Leidenschaft für Fotografie zunahm, versank ich in sämtlichen Foto-Magazinen und Fachbüchern. Ich studierte die Werke von Fotografen wie William Albert Allard, Mary Ellen Mark, und Gordon Parks um mehr Einsicht zu erhalten und Informationen zu finden über ihr Kamera Equipment. Mein Fehler war zu glauben, dass ich dasselbe Equipment benötigen würde, um gute Fotos zu machen. Aber egal welche tollen Kameras und Gerätschaften ich fand, ich kam immer wieder zurück zu derselben Kamera mit denselben Objektiven (eine alte Minolta SLR mit einer handvoll Objektiven)... Warum? Weil es das war, was für mich funktionierte.
Viele Jahre später prägte Chase Jarvis den Satz: "Die beste Kamera ist die, die du bei dir hast." Es ist also nicht wichtig welchen Foto du benutzt, sondern wie du ihn benutzt. Diese besagten Objektive spielen eine sehr wichtige Rolle, aber mehr dazu in einem anderen Beitrag.

BELICHTUNG

Benutzt du eine moderne Kamera, wird diese, wenn du durch den Sucher schaust und den Auslöser halb gedrückt hälst, eine Belichtungsmessung machen (und fokussieren). Kurz, sie schaut wieviel Licht zur Verfügung steht. Dies nennt man EV (Exposure Value/Belichtungsmessung) und ist die Basis für dein Foto, beruhend auf deinen Einstellungen. Die Kamera welche ich benutze hat drei grundlegende Messarten. Da nicht jeder dieselbe Kamera hat, musst du bei deiner genau nachschauen, bzw. das Handbuch zu Rate ziehen.

4562839936 572061d45d Den Blick schärfen   Teil 2

Deine Kamera misst nur das Licht, welches es sehen kann und wird bei verschiedenen Lichtgegebenheiten evt. nicht korrekt messen. Das EV der Kamera ist also nur eine Richtlinie die irgendwo von einem Hersteller festgelegt wurde und muss nicht die richtige Messung für dein Bild sein.

4330000384 ae40c43949 Den Blick schärfen   Teil 2

Die drei Aspekte (Einstellungen) deiner Belichtung liegen alle in deiner Hand. Änderst du einen hat das nicht nur Einfluss auf dein letztendliches Bild sondern auch auf einen oder die beiden anderen Einstellungen. Ich fototgrafiere z.B. gerne im A-Modus (Aperture Priority). Ich stelle f/ (die Blende) auf die Tiefensschärfe, welche ich erzielen will. Das ISO passe ich den Lichtgegebenheiten an (das ist abhängig von der Belichtungszeit). Passe ich meine Blende an und lasse das ISO wie es ist wird meine Kamera automatisch die Belcihtungszeit ändern. Denke immer daran, dass DU das Foto machst, nicht deine Kamera.

Es gibt zwei tolle Arbeitshilfen in deiner Kamera, welche dir helfen deine Belichtungsmessung anzuschauen und anzupassen: Das Histogramm und der EV-Abgleich. Werden beide richtig benutzt, erspart dir das eine Menge Zeit wenn du die Bilder später bearbeitest.
Benutzt du das Histogramm, mag das am Anfang ins unermessliche gehen, aber es ist etwas, dass jeder Fotograf verstehen sollte um das beste Ergebnis seiner Kamera zu erhalten. Mehr dazu ein andermal.

25Jun/110

7. lightGIANTS Freitags Workshop “Beauty-Dish gg. Soft-Box″ [Rückblick]

Während des "Studio 101" Workshops kam häufig das Thema der verschiedenen Lichtformer auf. Daher haben wir uns entschieden, einen Workshop auf der Idee “Beauty-Dish gegen Soft-Box″. Das Konzept war einfach: Wir haben eine große Softbox im 45° Winkel zum Model aufgestellt und haben einige Fotos gemacht. Nach dem jeder seine Bilder gemacht hatte, haben wir die Softbox gegen einen weissen Beauty-Dish getauscht, danach gegen einen silbernen und zum Abschluss gegen einen silbernen Beauty-Dish mit  Wabengitter.

lightGIANTSSmall 3 105 200x300 7. lightGIANTS Freitags Workshop “Beauty Dish gg. Soft Box″ [Rückblick]lightGIANTSSmall 102 300x200 7. lightGIANTS Freitags Workshop “Beauty Dish gg. Soft Box″ [Rückblick]

Caroline, eine Schneiderin aus der Gegend, hat als Model ihre tollen Kleider, die sie in Handarbeit der Tudorperiode nachempfunden hat. Ein besonderer Dank noch mal für die fantasische Arbeit und die tollen Kleider.

Silke


Laura

Thorsten

Nachdem alle die verschiedenen Lichtformer ausprobiert haben und wir die Unterschiede besprochen hatten, war es Zeit, ordentlich mit dem Shooting loszulegen. Wir haben wieder das "Pseudo-Ring-Licht" aufgebaut und innerhalb etwa einer Stunde ein paar fantastische Fotos produziert.

Matthias


Scott Lewis
Markus Wochele

Da wir die Lichter nicht viel bewegt haben, gibt es auf der Diagrammseite nicht allzuviel zu zeigen. Wir wollten ja auch nur den Einfluss unterschiedlicher Lichtformer ausprobieren und vergleichen.

Und zu guter letzt natürlich wie immer ein Behind the Scenes Video und das obligatorische Gruppenbild.

caroline 33 w700 h467 300x200 7. lightGIANTS Freitags Workshop “Beauty Dish gg. Soft Box″ [Rückblick]

8Jun/113

NM040 – 400 Watt Nebelmaschine [Testbericht]

Vor ungefähr 12 Monaten sprach ich (Scott) mit Kat Bradshaw von Kat Bradshaw Photography. Sie sprach über ihre Nebelmaschine, welche ein Freund ausleihen wolle. Aus Spaß fragte ich sie, ob ich mir die Nebelmaschine auch mal borgen dürfe, und so großartig wie sie ist, sagte sie zu, jedoch würde das Porto von Nashville, Tennessee nach Karlsruhe schmerzhaft teuer sein.  icon smile NM040   400 Watt Nebelmaschine [Testbericht]

Es ist noch nicht so lange her, da fand ein "The walking dead" Workshop statt und wir dachten es wäre eine gute Möglichkeit eine Nebelmaschine für das Shooting zu benutzen. Ich fragte m-arx ob er eine organisieren könne, da er "jemand kennt". Die Maschine war klasse, aber viel zu stark für unser Studio. Und so schaute ich mich um was eBay zu bieten hatte.

Das beste Angebot eines seriösen Händlers war eine NM040 - 400 Nebelmaschine mit 5 Litern Flüssigkeit.

Leistung:
400W
Heizzeit: ca. 7 min
Sprühweite: ca. 6 m
Flüssigkeitskapazität: 0.75l
Max. Sprühzeit: 40-50 sec
Maße: (BxLxH) 132 x 242 x 102 mm
Nebel Kapazität: 57m³/min
Mit in der Lieferung enthalten: 1x 400W Nebelmaschine, 1x 5M Auslöser und Kabel, 1x 5l Rauch-Flüssigkeit
Preis: 40€ plus 6,50€ Porto

Angaben des Herstellers

Die NM040 bietet einen günstigen Start in das professionelle Arbeiten mit Nebelmaschinen. Im Gegensatz zu den anderen, robusten Nebelmaschinen ist das Gewicht dieser sehr gering.
Durch die Halterung kann das Gerät nicht nur am Boden verwendet werden, sondern teils auch schwebend. Dank der analogen Technologie ist das Gerät einfach zu benutzen. Die eingebauten Komponenten wurden wegen ihrer Strapazierfähigkeit ausgewählt, sind also hochbelastbar.

Mein Eindruck

Als erstes dachte ich "OHHHH NEIN! Was habe ich da gekauft? Es ist so klein. Schafft das Teil das?". Ich habe es mit ins Studio genommen, ein bisschen getestet und war sehr skeptisch (in dem Moment dachte ich wo ist die Rechnung, damit ich es zurück schicken kann?). Aber bevor ich dabei war es zurückzuschicken, machte ich einen richtigen Testdurchlauf mit dem Gerät (so hatte ich etwas zum bloggen). Und ich bin froh, daß ich das getan habe...

Ich kontaktierte Sandra J.K und fragte ob sie Model sein wolle als "Rocker Girl", damit ich die Nebelmaschine bei einem Studio-Shooting testen könne. Ich probierte die Maschine mit verschiedenen Sprühzeiten und bei verschiedenen Höhen aus. Nach ein paar Versuchen fand ich heraus, was für mich funktionierte. Ich brachte die NM040 auf einem 2,5m hohen Lichtständer an und platzierte sie rechts oben neben einem 400w Bowens Gemini Monoblock (installiert mit Hilfe der Türrahmen und mit einem blauen Gel Filter). Ich benutzte einen roten Hintergrund. Der daraus resultierende Farbkontrast war fantastisch. In dem Moment kam ich richtig gut ins Shooting rein und hatte eine tolle Zeit.

Fazit

Für den Preis ist die Maschine ein tolles Accessoire für das Studio, aber man muss ihre Bedienung und ihre Grenzen kennen. Die Nebelmaschine muss hoch platziert werden, damit der Rauch in das Bild hineinfallen kann. Wenn man außerdem ein Colour Gel im Kontrast zu dem Hintergrund benutzt, erhält man Ergebnisse mit einem "Wow-Effekt".

Grundlagen der Nebelmaschine

Die meisten Nebelmaschinen benutzen eine auf Glycol basierende Flüssigkeit, welche in eine Heizkammer gepumpt wird. Die gängigen Komponenten sind eine Magnetpumpe um die Flüssigkeit hinein zu drücken, ein mit Fiberglas ummantelter Heizblock welcher auf einem Aluminiumplatten-Sandwich basiert, ein Heizelement und ein langes Stück Kupfer-Kapillare welche schlangenartig zwischen den Heizplatten liegen. Bei manchen Stücken ist der Heizer röhrenförmig und die Kapillare herumgewickelt, aber der Effekt ist derselbe.

Beim Einschalten wird das Gerät keine Flüssigkeit in den Heizblock pumpen bevor dieser nicht die richtige Temperatur erreicht hat. Wobei die Pumpe laufen kann und die Flüssigkeit in den Block einspritzen kann. Passiert dies, verdampft die Flüssigkeit sehr schnell und das Resultat ist eine Erhöhung des Drucks, welcher nicht nur einen sehr heißen Dampf erzeugt, sondern auch diesen Dampf aus der Front der Maschine durch die Ausgangsöffnung drückt, welches ganz einfach das Ende der Kapillaren Rohre sein kann, daß heraussticht oder in manchen Fällen ein stecknadelgroße Öffnung damit der innere Druck beibehalten werden kann.
Der daraus resultierende dichte Dampf verlässt die Maschine und in Kontakt mit der kalten Luft entsteht eine dichte Wolke welche dem echte Nebel sehr nahekommt.