lightGIANTS Sommeraktion – Abgelaufener Analogsommer 2012
An manchen Tagen sind es über 30° Celisus bei uns in Karlsruhe. Keine gute Zeit für Indoor-Shootings. Als kreative Alternative zu unserem Friday Night Shooting diesen Monat haben wir uns etwas besonderes ausgedacht: Wir bieten 10 lightGIANTS-Blog-Lesern die Möglichkeit Teil eines ganz besonderen Workshops zu werden:
Wir vergeben jeweils einen abgelaufenen Analogfilm (35mm oder Rollfilm) an Selbstabholer in Karlsruhe. Der älteste Film ist 1993 abgelaufen. Wir sind selbst gespannt, was man hier noch rausholen kann.
Freitags treffen wir uns um 19 Uhr auf der Karlsruher Bierbörse, ein Fest hinter dem Karlsruher Schloss. Hier geben wir die Filme aus und wer Lust hat, kann sich mit uns bei einem kühlen Getränk austauschen. Schon an diesem Abend könnte man gemeinsam die Filme nutzen. Ob Ihr auf der Bierbörse oder alleine am folgenden Wochenende fotografieren wollt, knipst den Film voll, lasst ihn billig bei Eurer nächsten Drogerie entwickeln, scannen und reicht uns Eure Ergebnisse ein. Die besten Ergebnisse werden mit Eurer Story hier veröffentlicht. Wir sind gespannt, was Ihr aus den alten Dingern noch rausholen könnt... Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Ob mit einer alten Knipse, einer hochwertigen betagten Spiegelreflex oder einer teuren Messsucherkamera mit Hammeroptik, nutzt Eure Vitrinenkameras und zeigt uns Euren Sommer 2012.
Hier die Spielregeln:
- Schreibe einen Kommentar unter diesen Beitrag, damit Du als Teilnehmer ausgewählt werden kannst. (Das Los wird entscheiden!)
- Erkläre kurz, warum Du dabeisein möchest
- Mit was möchtest Du die Fotos machen?
- Kannst Du in Karlsruhe Deinen Film abholen? Falls nicht, musst Du einen eigenen, abgelaufenen Film besitzen.
- Leider können wir keine Filme verschicken, da die Portokosten den Wert weit übersteigen würden.
- Du schickst uns bis zum 14.09.2012 mindestens 2 Bilder und bist mit der Veröffentlichung auf lightgiants.com einverstanden.
Wir freuen uns auf Eure Kommentare und den "Workshop".
19th lightGIANTS dark Friday night shoot. 25.05.2012
Am 25.05.2012 war es wieder soweit. Unser Friday Night Shooting startete mit dem Thema Gothic. Wir wollten mal ein düsteres Shooting mit 2 weiblichen und einem männlichen Modell durchführen. Es ging diesmal darum, mit wenig Licht, kraftvolle und charakterstarke Bilder von unseren Modells zu bekommen.
Auch dieses Mal wurde - neben den digitalen Spiegelreflex-Kameras - vereinzelt analog gearbeitet. Auf den ersten Blick sind diese Bilder kaum zu unterscheiden, aber ohne direkte Rückmeldung auf dem Display sind diese Bilder das Resultat aus einer guten Abschätzung mit Hilfe der Spiegelreflexkameras.
18th lightGIANTS Friday night shoot. 27.04.2012 “Roaring 20′s”
Auch Ende April war es wieder soweit. Das Friday Night Shooting stand an. Diesmal mit dem Thema "Roaring 20s" und so ging es um die Bildwirkung aus den 1920ern. Lisa war wieder mit ihren Schmink- und Haarkünsten zu werke und modelte gleich mit. Ausserdem machten Tamara und Katrin einen wirklich tollen Job. Die Kameras wurden auf s/w gestellt, die Gesichtsausdrücke und Posen wurden den typischen Bildern aus dieser Zeit nachempfunden und einige Teilnehmer fotografierten sogar mit Film!
Marie Ebert
Auf diesmal hatten wir eine Menge Spaß, auch wenn die Bilder recht trocken aussehen, aber darum ging es ja!
Aus Zeitgründen gibt es derzeit leider keine MakingOf Videos. Wir hoffen aber, dass es nach dem Sommer wieder in gewohnter Form weiter gehen wird, dann gibt es sicher auch wieder die beliebten Behind the Scenes Einblicke der Two Dudes!
17th lightGIANTS Friday night shoot. 30.03.2012 “Creative Minimalism”
Die Idee zu diesem Shooting basierte auf einigen Videos die ich auf Youtube und DVDs in den letzten paar Jahren gesehen habe. In allen ging es darum mit einem Minimum an Ausrüstung das best mögliche Resultat zu erzielen. Da einige der letzten Shootings ziemlich komplizierte Licht Set-Ups hatten, dachte ich es es wäre großartig dieses Mal nur einen Bowens Blitz und ein oder 2 Reflektoren zu verwenden.Während ich die Lichtquellen einschränkte wollte ich die Blitzaufsätze nicht einschränken, wodurch wir sehr unterschiedliche Looks erzeugen konnten, wie z.B. hartes Licht kontra weiches Licht, direktes Licht kontra indirektes Licht oder große Lichtquelle kontra kleine Lichtquelle.
Es war eine lange Nacht ... mit 4 Models und 5 Set-Ups dauerte das Shooting 6,5 Stunden. Vielen Dank an alle für ihren großartigen Einsatz. Wir starteten mit einer großen Octabox hinter dem Model und zwei Reflektoren im Vordergrund zwischen denen wir hindurch fotografiert haben. Das erzeugt ein starkes Gegenlicht und die Reflektoren reflektieren genug Licht auf das Gesicht des Models, dass von dem Model mehr wie nur eine Silhouette zu sehen ist. Dieses Set-Up erzeugt großartige Ergebnisse, aber man sollte immer das Abstandgesetzt im Hinterkopf behalten. Die nächsten Set-Ups waren eine Mischung aus einer Softbox und ein oder zwei Reflektoren. Beim letzte Set-Up hatten wir einen großen parabolischen Reflektor gegenüber von einem Sofa aufgebaut.
Ganz bewusst habe ich bei jedem Set-Up eine andere Schärfentiefe eingesetzt, wodurch jedes Lichtset-Up einen ganz anderes Gefühl erzeugt hat. Um noch mehr Abwechslung zu bekommen haben wir unterschiedliche Posen fotografiert: Kopf und Schultern, 2/3 Körper, Ganzkörper und im Sitzen. Alle hatten einen tollen Abend, was mich sehr Glücklich gemacht hat, da ich viel Zeit und Arbeit in die Organisation der Friday Night Shootings investiere. Ich hatte noch 5 oder 6 weitere Set-Ups im Kopf, so dass es vielleicht ein "Creative Minimalism 2.0" im Laufe des Jahres geben wird.
Leider war unser Haus-Film-Team (2dudes) beschäftigt
Dankenswerterweise haben Markus und Thorsten ein wenig gefilmt und 2dudes können vielleicht einen Film daraus machen
Hans’ Analog Workshop
Am Samstag den 28. Januar 2012 war es soweit, der erste analog Workshop im lightGIANTS Fotostudio fand statt. Bevor es jedoch dazu kommen konnte, bedurfte es noch einiger Vorarbeit. Zuerst musste ein Konzept erarbeitet werden, was die die genauen Inhalte sein sollten. Hierzu musste vor allem durchdacht werden, was überhaupt im Studio (ohne Dunkelkammer) möglich ist und was dazu alles benötigt wird.
Nachdem die Möglichkeiten grob ausgelotet waren, stand der grobe Rahmen schon mal fest: es war klar das Filmmaterial entwickelt werden sollte. Da der Prozess der Farbfilmentwicklung recht aufwändig ist, war mir auch recht schnell klar, dass nur das Entwickeln von "echtem" Schwarz/Weiß Film Sinn macht. Aufgrund der nicht vorhandenen Dunkelkammer und des weiteren fehlenden Equipments war auch recht klar das der Film anschließend nicht ausbelichtet werden konnte, sondern nur entwickelt.
Mit diesem gesteckten Rahmen, ging es an die Feinplanung des Workshops. Zunächst mal wurden mit Hilfe von Roland a.k.a. ropmann die notwendigen Utensilien ermittelt. Nachdem ich die nötige Ausrüstung größtenteils bei eBay besorgt hatte, konnten wir (Tom, Roland und Ich) die ersten Gehversuche wagen...
Wir haben uns dazu im Studio getroffen, Roland hat den Großteil der Ausrüstung mitgebracht und dann haben wir den ganzen Tag munter Film entwickelt, Film vollgeknipst, und wieder entwickelt, bis wir wussten: “So geht’s!”. Danach ging alles ziemlich flott, auf eBay wurden noch die fehlenden Ausrüstungsteile ersteigert, damit sich nicht alle vier Teilnehmer eine Entwicklungsdose teilen müssten.
Ein Termin, an dem das Studio nicht belegt ist, war auch schnell gefunden. Jetzt mussten nur noch ein paar Teilnehmer organisiert werden. Da bereits an vergangenen Stammtischen einige Personen Interesse bekundet hatten, war auch das eine leichte Übung und so standen Scotty, Markus, Marco und Jannis dann am Samstag pünktlich auf der Matte mit ihren zuvor belichteten Filmen. Einige Sachen, die ich bei eBay ersteigert hatte, trafen erst in letzter Sekunde ein und so hat uns Alex aka andl noch mit einigen Teilen seiner Ausstattung ausgeholfen. Hierfür ein großes “Danke”. Die folgenden Gegenstände haben wir dabei gehabt:
- Entwicklungsdose,
- Entwickler,
- Fixierer,
- Dosenöffner,
- Filmklammern,
- Abstreifzange,
- Wechselsack,
- Nagelschere,
- Eieruhr,
- Thermometer,
- Messbecher,
- Mensur,
- Wäscheleine,
- Panzertape (wurde zwar nicht gebraucht, aber man weis ja nie…)
Wie geplant ging es um 12 Uhr dann tatsächlich los. Erst mal galt es, ein paar technische Grundlagen zu vermitteln, damit jeder Teilnehmer nicht nur stur einer Anleitung folgen musste, sondern auch versteht, wie der Entwicklungsprozess von Statten geht.
Im Anschluss an den gemütlichen Teil auf der Couch ging es darum, den Ablauf des “Film-in-die-Dose-bekommen” kennen zu lernen und bei Bedarf an den vorhandenen Übungsfilmen zu testen. Dabei bekamen die Teilnehmer ein Gefühl dafür, an welcher Stelle es Sinn macht etwas Geld in gute Ausrüstung zu investieren und wo es auch sowieso vorhandene Haushaltmittel tun. Schlussendlich sollte das Ziel des Workshops ja, neben dem Entwickeln des eigenen Filmes, auch dieser sein, dass alle Teilnehmer danach selbst fähig sind, ihre nächsten Filme ohne Hilfe zu entwickeln.
Nach der Übungsphase ging es fließend in den “scharfen” Durchgang über, am Ende hat es jeder geschafft seinen Film in die Entwicklerdose zu bekommen. Der eine war schneller, der andere etwas langsamer. So konnten wir zum nächsten Schritt übergehen, dem tatsächlichen Entwickeln. Dafür musste zunächst der Entwickler selbst angemischt werden.
Am Ende hat es bei allen geklappt und so konnte jeder seinen ersten, selbstentwickelten Film zum Trocknen in die Spezial-Filmtrockenkammer hängen (diese sieht auf den ersten Blick aus wie die Umkleidekabine im Studio). Da das Filmmaterial nun eine ganze Weile trocknen sollte, haben wir beschlossen Mittagspause zu machen und bei einer unweit gelegenen amerikanischen Fastfoodkette Nahrungsaufnahme zu betreiben.
Wieder zurück im Studio, haben wir mit dem Schneiden der Filme begonnen, da Marco einen Scanner organisiert hatte, konnte - wer wollte und genug Zeit mitgebracht hatte -seine selbstentwickelten Negative direkt vor Ort digitalisieren. Am Schluß gab es noch ein Abschlussfoto mit den stolzen Teilnehmern und ihren Negativen. Ich hoffe es hat allen genauso viel Spaß gemacht wie mir und alle Erwartungen wurden mindestens erfüllt oder sogar übertroffen. 
Wer jetzt Lust bekommen hat, in angenehmer Atmosphäre mal selbst seinen eigenen Film zu entwickeln, sollte regelmäßig im lightGIANTS Blog vorbeischauen, denn hier werden bald die nächsten Termine für die kommenden Workshops bekanntgegeben.















































































